"Kleine Zeitung" Kommentar: "Temelin strahlt" (von Hans Winkler)

Ausgabe vom 09.02.2002

Graz (OTS) - Beim Temelin-Volksbegehren fand sich die FPÖ nicht ganz freiwillig, aber doch auch ganz gern in einer Allianz mit der größten Zeitung des Landes. Diese hat durch eine hemmungslose Kampagne die Hälfte der 900.000 Stimmen aufgebracht. Gemeinsam schürte man die Wunschvorstellungen von einem Veto und Ausstiegsszenario, gemeinsam erntete man den Lohn der Angst, gemeinsam wird man auch die Erfolglosigkeit der Unternehmung zu registrieren haben.

Eine politische Partei ist aber nicht gern erfolglos und wenn sie
es schon ist, möchte sie es nicht zugeben müssen. Deshalb begann die FPÖ schon am Tag danach, vorsichtig den Rückzug anzutreten.

Das ist natürlich ein grober Mangel an Dankbarkeit gegenüber dem Medienzaren, dem man den Erfolg verdankt. Ebenso pflichtvergessen ist es, dass sich die FPÖ an seinem jüngsten Kreuzzug zur Rettung des angeblich gefährdeten Wassers nicht beteiligt.

Das kann er nicht angehen lassen und lässt deshalb die seit langem geschonte FPÖ im Blatt grob anfahren.

So bekommt die FPÖ die Temelin-Strahlung als Erste zu spüren. ****

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