ÖIAG-Betriebsräte gegen US-Investor bei der AUA

Guy Wyser Pratte - Ein Beispiel für die Notwendigkeit einer strategisch orientierten Wirtschaftspolitik

Wien (ÖGB). "'Rein, rauf, raus', wie das Wirtschaftsblatt richtig beschreibt, ist die menschenverachtende, aber dennoch legale Share holder value-Strategie des Amerikaners Wyser-Pratt. Aktienpuschen, abcashen - was mit dem Unternehmen dann passiert, was mit den dort arbeitenden Menschen, was mit der wirtschaftlichen Regionen geschieht, ist egal. Hauptsache das Finanzkapital hat verdient", kritisiert der Vorsitzende des ARGE-Betriebsräte in der ÖIAG, Helmut Oberchristl, das Vorgehen des US-Investors bei der AUA.++++

"Genau gegen diesen globalisierten Turbo-Kapitalismus - hier in Extremform - muss sich die ArbeitnehmerInnenschaft schützen. Denn sie ist immer die Geschädigte. Auch wenn sie gleichzeitig Kunde ist. Billigere Produkte und Dienstleistungen bei höheren Gewinnen und Aktienkursen - das geht nur zu Lasten der Einkommen der Masse der Arbeitenden", meint Oberchristl.

Der ARGE-Betriebsräte-Vorsitzende: "Deshalb verlangen wir eine zukunftsweisende Wirtschaftspolitik: Sicherung der Betriebe und Eigentümerstrukturen, die an langfristigen Investitionen interessiert sind."

Oberchristl weiter: "Aber was macht die Regierung?
Möglichst viel verscherbeln, wie der Privatisierungsauftrag an die ÖIAG. Eal um welchen Preis, wie beim Telekom-Börsegang. Egal wer der Nutznießer ist."(ff)

ÖGB, 8. Feber 2002 Nr. 122

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