Das Ungarische Welterbe der UNESCO: Teil 6 - Budapest

Wien (OTS) - Die ungarische Hauptstadt hat sich im letzten
Jahrzehnt sehr gewandelt, ganze Stadtviertel wurden erneuert, historische Bauwerke liebevoll renoviert und neu belebt. In kaum einer anderen Großstadt fügen sich Geschichte und Moderne so harmonisch ineinander wie in Budapest.

Dies wird besonders deutlich, wenn man einen ersten Eindruck vom Schiff aus gewinnt. Der Fluß verbindet auf einzigartige Weise das historische Buda mit dem modernen, pulsierenden Pest und das einzigartige Uferpanorama zu beiden Seiten der Donau zählt zum Welterbe der UNESCO, ebenso wie die mächtige Burg und das historische Burgviertel von Buda.

Bei einem Spaziergang durch die malerischen Gäßchen mit den mittelalterlichen Häusern fühlt man sich in vergangene Zeiten versetzt. Die liebevoll restaurierten Fassaden und Innenhöfe bezaubern den Betrachter. Ein Juwel verbirgt sich in der Fassade des Hilton Hotels, das sich zur Straßenseite hin dem umgebenden barocken Ensemble angleicht, während es zur Donau hin als Glaspalast glänzt. In das Hotelgebäude integriert findet man die Überreste einer Abtei aus dem 13. Jahrhundert sowie eines Jesuitenklosters aus dem 17. Jahrhundert. Von der angrenzenden weißen Fischerbastei, die sehr viel jünger ist (Ende 19. Jh.), hat man einen herrlichen Blick auf das Donaupanorama am Pester Ufer mit dem Parlament. Die gotische Matthiaskirche, einer der schönsten mittelalterlichen Sakralbauten Ungarns, dient heute als Veranstaltungsort für klassische Orgelkonzerte.

Beherrscht wird die Altstadt von der mächtigen Budaer Burg, die heute als Regierungssitz und für Repräsentationszwecke, aber auch für hochwertige Veranstaltungen dient. In den historischen Gemäuern des einstigen Habsburgerschlosses sind auch die Ungarische Nationalbibliothek und die Nationalgalerie untergebracht. Während der Wiederaufbauarbeiten nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile der ursprünglichen mittelalterlichen Burg freigelegt, die heute besichtigt werden können. Ein aus bunten Steinen ausgelegter Weg im Palasthof zeigt den Grundriß dieser ersten Burg, die im Auftrag von König Béla IV. im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Der weltberühmte Renaissancehof der Künste entstand unter König Matthias Corvinus. Im wesentlichen verdankt der Palast sein heutiges Aussehen aber den Habsburgern, vor allem Maria Theresia, die im 18. Jahrhundert den Befehl gab, auf den Mauern der alten Burg einen noch größeren, prunkvolleren Palast zu bauen.

Vom Burghof aus kann man auch einen Ausflug unter die Erde in die Katakomben des Burgberges unternehmen. Die Höhlen entstanden vermutlich durch Wassereinwirkung und dienten den Menschen bis in unsere Zeit als Versteck, Lager und Zufluchtsstätte.

Budapest ist heute eine moderne, pulsierende europäische Metropole, die sich den Charme der Geschichte erhalten hat. Das heute zum Welterbe zählende Buda war bis zum Bau der Kettenbrücke durch Graf István Széchenyi Ende des 19. Jahrhunderts eine eigene Stadt ohne Verbindung zu Pest.

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