Erweiterte Behandlungsmöglichkeiten bei Krebs

Neue Tumorbehandlung im Wilhelminenspital

Wien (OTS) Seit kurzem wird im Wilhelminenspital des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) eine weitere Maßnahme zur Tumorbehandlung eingesetzt. Die so genannte "Hochfrequenz induzierte Thermo-Therapie" wird zur lokalen Behandlung von Krebsmetastasen verwendet. Diese weitgehend risiko- und nebenwirkungsarme Methode kann, je nach Krankheitsverlauf, ergänzend oder als alleinige Maßnahme eingesetzt werden. "Der Vorgang der Thermo-Therapie kann gegebenenfalls auch mehrfach wiederholt werden, da es kaum Nebenwirkungen gibt", so Univ. Prof. Dr. Helmut Umek, Vorstand des Zentralröntgeninstitutes des Wilhelminenspitals.****

Therapiemöglichkeiten unter Lokalanästhesie

Jährlich sind österreichweit mehr als 34.000 Krebspatienten zu betreuen. Die Überlebenschance der Erkrankten hängt wesentlich vom Zeitpunkt der Diagnose ab. In frühen Stadien kann eine vollständige Heilung oft durch eine Operation erreicht werden. Hat sich der Krebs durch Tumorabsiedelung auf andere Organe ausgebreitet oder sind Operationen aufgrund der schlechten Verfassung des Patienten nicht ratsam, können andere Therapiemöglichkeiten eingesetzt werden, die lediglich eine lokale Betäubung erfordern.

Lokale Behandlung von Metastasen

In den vergangenen Jahren wurden "lokalablative" Methoden, das sind Methoden, die Krebsabsiedelungen lokal zerstören, entwickelt. Unter anderem auch die Methode der Hochfrequenz induzierten Thermo-Therapie. Dabei wird unter Lokalanästhesie eine Nadelelektrode in das Gewebe eingeführt. Mittels Hochfrequenzstrom erfolgt über die Nadelspitze eine Erwärmung des Tumorgewebes, das dadurch zerstört wird. Das zerstörte Gewebe wird im Körper abtransportiert. "Je nach Ausdehnung und Lage des Tumors kann damit eine weitgehende oder vollständige Zerstörung des Krebstumors erreicht werden, um Patienten zu heilen oder eine möglichst lange Überlebenszeit zu erzielen", so Umek abschließend. (Schluss) bw

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