Verbund steht voll hinter Bartenstein-Vorschlag

Österreich-Lösung kombiniert mit E.ON-Partnerschaft bringt optimale Wertsteigerung für alle

Wien (OTS) - Die neuerliche Initiative von Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein zur Schaffung einer österreichischen Lösung auf allen Wertschöpfungsstufen für die heimische Elektrizitätswirtschaft wird seitens des Verbund ausdrücklich begrüßt. Der Verbund hat sich seit Jahren um derartige Lösungen bemüht und mit der Energie Austria ein zukunftsweisendes Projekt vorgelegt, das leider von EVN, Wienstrom und TIWAG abgelehnt wurde.

In der Folge hat der Verbund an österreichischen Partnermodellen konsequent weiter gearbeitet. Erfolgreiche Schritte sind die Zusammenführung der beiden größten steirischen Elektrizitätsgesellschaften Steweag und Steg sowie die Partnerschaft mit der Salzburg AG..

Die Initiative von Wirtschaftsminister Bartenstein für eine große heimische Stromlösung wird deshalb vom Verbund mit voller Kraft unterstützt. Das Gelingen dieses Vorhabens setzt allerdings Partnerschaft und Fairness voraus. Hingegen wäre eine Zerschlagung des Verbund als dem größten österreichischen EVU und einem der bedeutendsten börsenotierten Unternehmens der Republik mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

Der Verbund hat in den letzten Jahren erfolgreich umstrukturiert. Er spielt im freien europäischen Strommarkt eine wichtige Rolle. Seine Rentabilität übertrifft heute den Branchendurchschnitt.

Die Nettoverschuldung des Verbund-Konzerns, ausgelöst durch die langfristige Finanzierung der großen Wasserkraftwerke Österreichs, beläuft sich nicht, wie behauptet, auf 50 Mrd. ATS (3,6 Mrd. Euro), sondern auf derzeit rund 35 Mrd. ATS (2,6 Mrd. Euro). Allein in den letzten drei Jahren konnte die Nettoverschuldung um fast 10 Mrd. ATS (730 Mio. Euro) gesenkt werden.

Seit Beginn der Liberalisierung haben sich die Lieferbeziehungen des Verbund mit den einzelnen Landesgesellschaften überraschend unterschiedlich entwickelt. Während in Österreich die Abnahme der meisten Landesversorger praktisch gleichgeblieben ist, haben EVN, Wienstrom und TIWAG ihren Bezug an Verbund-Strom drastisch reduziert.

Minister Bartensteins Vorschlag ist deshalb der richtige Weg, weil er eine faire Beteiligung an allen Geschäftsbereichen durch Sacheinlagen - von der Produktion über die Verteilnetze und dem Handel bis hin zum Groß- und Massenkundengeschäft - vorsieht. Nur durch Einbeziehung aller Wertschöpfungsstufen ist eine optimale Lösung mit höchsten Synergien zu erreichen.

Der Verbund ist auch weiterhin davon überzeugt, daß die Einbindung der Wasserkraftaktivitäten der E.ON für eine österreichische Lösung große Vorteile bringen würde. Wie schon beim gemeinsamen Projekt des Verbund und der E.ON Energie GmbH muß selbstverständlich auch in einer erweiterten Lösung die wirtschaftliche Führung ganz klar in österreichischen Händen liegen und der Firmensitz in Österreich sein. Mit einem Schlag könnte so unter österreichischer Führung ein Wasserkraftproduzent entstehen, der innerhalb der EU zur absoluten Spitze zählen würde. Ein Wasserkrafterzeuger von Europa-Dimension wäre jedenfalls auf einem freien europäischen Strommarkt, in dem die erneuerbare Energie immer größere Bedeutung gewinnt, zukunftsweisend.

Der Verbund wird daher in die Gespräche um eine österreichische Lösung offen und konstruktiv hineingehen, aber selbstverständlich die europäische Dimension zum Wohle eines Werteaufbaues für alle Aktionäre und Kunden nicht aus den Augen verlieren.

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Mag. Gerald Schulze
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