Vana: Wien soll Jugendarbeitslosigkeit auch ohne Beteiligung des Bundes bekämpfen

Grüne fordern Einsatz der 3,3 Mio. Euro für arbeitslose junge Frauen

Wien (Grüne) - "Bedauerlich, aber wenig überraschend", kommentiert die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Wiener Grünen, Dr. Monika Vana, das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Wien und dem Bund, zusätzliche Mittel zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit einzusetzen. "Die Argumentation des Bundes, es bestünde kein zusätzlicher Bedarf an Maßnahmen für Jugendliche, ist angesichts von 9000 Arbeit suchenden jungen Menschen in Wien schlichtweg empörend", so Vana.

Die Grünen bekräftigen ihre Forderung an Finanzstadtrat Rieder, die seitens Wiens bereitgestellten 3,3 Mio. Euro auch ohne zusätzliche Finanzmittel des Bundes für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit einzusetzen. Vana: "Da das Geld ja offensichtlich vorhanden ist, ist nicht einsehbar, warum die Mittel nicht eingesetzt werden sollen, nur weil der Bund nicht mitmacht. Hier kann sich Wien nicht mehr auf den Bund ausreden. Die Situation am Arbeitsmarkt ist zu ernst, um für billige Marketing-Tricks missbraucht zu werden. Rücktrittsaufforderungen an Bundesminister Bartenstein genügen nicht."

Nach Ansicht der Grünen sollten die 3,3 Mio. Euro vor allem zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit weiblicher Jugendlicher eingesetzt werden. Hier besteht akuter Handlungsbedarf. Die Arbeitslosigkeit von Frauen in der Altersgruppe der 15-25 Jährigen ist im Vergleich zum Vorjahr um 28% gestiegen. Vana: "Damit rangiert Wien Österreichweit im Spitzenfeld. Bisher wurde auf den dramatischen Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit seitens Wiens jedoch nicht reagiert."

Die Grünen fordern Maßnahmen zum Abbau der geschlechtsspezifischen Segregation am Arbeitsmarkt und eine Offensive gegen atypische Beschäftigungsverhältnisse, die bereits bei jungen Frauen dramatisch zunehmen. Viele Frauen ergreifen immer noch vorrangig traditionell weibliche und schlechter bezahlte Berufe, immer mehr junge Frauen finden nur mehr einen nicht existenzsichernden Teilzeitarbeitsplatz oder Freien Dienstvertrag.

"Die Situation am Arbeitsmarkt ist zu ernst, um für billige Marketing-Tricks missbraucht zu werden. Rücktrittsaufforderungen an Bundesminister Bartenstein genügen nicht", so Vana abschließend.

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