Glawischnig: Österreichische Stromlösung nur ohne E.ON

Haider soll wenigstens zu Energie-Politik in Demut schweigen

Wien (OTS) - Der Vorschlag von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein für eine österreichische Stromlösung ist zumindest teilweise zu begrüßen, so die Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Zusammengefaßt werden sollten alle Netzgesellschaften und alle Produktionsgesellschaften in je einer Aktiengesellschaft. Ein Festhalten am E.ON-Deal als Hintertür lehnen die Grünen ab. "Die Wasserkraftreserven als wichtigstes energiepolitisches Vermögen Österreichs dürfen nicht dazu dienen, das angeschlagene Image des zweitgrößten europäischen Atomstromproduzenten aufzupolieren", so Glawischnig.

Bartenstein muß sich vom Irrweg E.ON endgültig verabschieden und eine klare Priorität auf die österreichische Stromlösung legen. "Bisher hat sich Bartenstein´s Engagement für eine Österreich-Lösung sehr in Grenzen gehalten. Jetzt hat der Wirtschaftsminister die Gelegenheit, seine Fehler auszubügeln und den Landes-EVUs die nötigen Zugeständnisse für das Zustandekommen einer rein österreichischen Lösung abzuringen", so Glawischnig.

"Die Landes-EVUs sind im Gegenzug gefordert, über ihren Schatten zu springen. Trotz ständiger verbaler Bekenntnisse zu einer österreichischen Stromlösung haben sie in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen, den Verbund bei Stromverträgen zu umgehen. Stattdessen wurden Stromlieferverträge mit ausländischen Partnern geschlossen und dadurch Billigstromimporte aus Atomanlagen forciert. Mehr als 10% Atomstromanteil bei der Wienstrom, EVN, TIWAG und VKW sprechen für sich", kritisiert Glawischnig.

Zum Vorschlag des Kärntner Landeshauptmannes, die Landes-EVUs sollen den Verbund kaufen, meint Glawischnig: "Haider ist der letzte, der sich zum Thema österreichische Lösung zu Wort melden sollte, nachdem er den Atom-Deal in Kärnten persönlich zu verantworten hat."

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