Naturfreunde fordern ökologisch orientierte und langfristige Energiepolitik

Wien (SK) "Inkonsequenz und Kurzsichtigkeit in der Energiepolitik" der Bundesregierung stellte heute der Präsident der österreichischen Naturfreunde, Nationalratspräsident Heinz Fischer, fest. Offensichtlich habe sich die Energiepolitik der Bundesregierung in den letzten Jahren auf Privatisierungen und Öffnung des Strommarktes beschränkt und dabei übersehen, dass Energiepolitik über diese Fragen weit hinausgehen müsste. "Es muss gewährleistet sein, dass die erforderliche Energie langfristig sicher und umweltverträglich bereit gestellt werden kann und dass österreichische Interessen in ausreichendem Umfang wahrgenommen werden können", sagte Fischer. Österreich hat mit rund 65 Prozent Wasserkraftanteilen bei der Stromerzeugung eine ausgezeichnete Ausgangslage, die aber durch kurzsichtige wirtschaftliche Transaktionen gefährdet werde. ****

Gerade die Energiepolitik ist für die Standortqualität eines Tourismus- und Industrielandes wie Österreich von entscheidender Bedeutung, sagte Fischer am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst. Man habe alle Warnungen unbeachtet gelassen, dass die ungezügelte Öffnung des Strommarktes neue Mechanismen in Gang setzt, die sowohl ökologisch als auch hinsichtlich der Wahrung österreichischer Interessen zu unerwünschten Entwicklungen führen können.

Die österreichischen Naturfreunde fordern daher, "dass sich die österreichische Bundesregierung endlich zu einer langfristigen, ökologisch orientierten Energiepolitik aufrafft und dabei auch den europaweiten Ausstieg aus der Kernenergie ernsthaft betreibt".

Wenn von der Bundesregierung in der kommenden Woche zu einem Energiegipfel eingeladen wird, dann müssten sowohl Vertreter aller vier Parlamentsfraktionen als auch Vertreter der wichtigsten Umweltorganisationen mit am Verhandlungstisch sitzen, wenn es wirklich zu einer sachgerechten und umfassenden Erörterung aller Probleme kommen soll, die durch die Politik der letzten beiden Jahre geschaffen wurde, schloss der Präsident der österreichischen Naturfreunde. (Schluss) wf/mm

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