FP-Madejski: Stephansplatz: Die Katze ist aus dem Sack! Architektonisches Fiasko droht!

Druck der FPÖ hat genützt viel früher als geplant wurde nun das Holleinprojekt am Stephansplatz der Öffentlichkeit preisgegeben.

Wien, 07-02-2002 (fpd) - Nunmehr ist die Katze aus dem Sack! Die Bauverantwortlichen für das Aufstockungsprojekt am Stephansplatz haben nun doch wesentlich früher als geplant ihr Projekt der Öffentlichkeit präsentieren müssen. Die interessierten Bürger Wiens sind jetzt also aufgerufen den neu zu errichtenden "Glasbunker" im Herzen Wiens zu diskutieren, so der Wiener Planungssprecher der FPÖ, LAbg. GR Dr. Herbert Madejski.

Die Wiener Freiheitlichen haben am 5.Februrar die Öffentlichkeit von den Planungen zu einer Aufstockung des Hauses Stephansplatz 10 und 11 informiert. Das Dementi und auch die gestern veröffentlichten Medienberichte gingen zwar davon aus, daß "von Aufstockung keine Rede sein könne", doch die heute veröffentlichte Graphik zeigt, daß zumindest zwei Stockwerke zusätzlich aufgebaut werden. Der von den Wiener Freiheitlichen veröffentlichte Entwurf war von Anfang an nur als "Symbol-Graphik" gedacht, von Madejski bei seiner Pressekonferenz mehrmals als solcher bezeichnet und auch von der Mehrzahl der Journalisten auch als solcher erkannt. Nichtsdestotrotz stellte Madejski heute fest, daß die nunmehr veröffentlichten Pläne noch vie schlimmeres vermuten lassen, als von den Wiener Freiheitlichen angenommen.

In diesem Zusammenhang erinnerte Madejski an die Vorgaben des UNESCO-Beirates Icomos, der Wien um besondere Sensibilität im Bereich der Dachbodenausbauten und Höhenentwicklungen im Wiener Stadtbild ersucht hat. Auch der Wiener Bürgermeister Dr. Michael Häupl bekannte sich am 14. Dezember zu diesen Vorgaben. Häupl stellte fest, daß die Stadt Wien bemüht sei, alles dazu zu leisten, um der Auszeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe auch gerecht zu werden.

Mit der Aufstockung des Ambassador Hotels mit über zwei Stockwerken mehr als im ursprünglichen Plan vorgesehen und dem - an der Geschmacklosigkeit haarscharf vorbeigeschrammten - Glasbunkerprojekt am Stephansplatz, muß die Ernsthaftigkeit der Häupl´schen Aussagen, sowie das Bekenntnis zur UNESCO Auszeichnung mehr als in Frage gestellt werden.
Madejski kündigte indes an, diese Fälle einer rechtlichen Prüfung unterziehen zu lassen um, die Verträglichkeit mit den internationalen Bestimmungen bezüglich der Auszeichnung des Weltkulturerbes zu überprüfen. Madejski sprach sich für eine gemeinsame architektonische Struktur der Häuser 9, 10 und 11 am Wiener Stephansplatz aus. Sonst droht ein architektonisches Fiasko im Herzen der Wiener Innenstadt. Abschließend bemerkte der Planungssprecher der Wiener Freiheitlichen, daß eigenartiger Weise die Ergebnisse des Widmungsvorbereitungsgesprächs der MA 21 zur geplanten Verbauung des Lichtensteinparks bis jetzt noch nicht veröffentlicht wurden. (Schluss) jen

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