Hofmann: Klares Nein zu Atommüll-Endlager an österreichischer Grenze

Nach Temelin weitere Provokation von tschechischer Seite

Wien, 2002-02-06 (fpd) - Das an der österreichischen Grenze geplante tschechische Atommüll-Endlager müsse dezidiert abgelehnt werden, forderte heute der freiheitliche Energiesprecher Abg. Max Hofmann. Nach Temelin drohe Österreich durch die Endlagerung von hochradioaktivem Abfall unweit des Waldviertels eine weitere Gefahrenquelle aus Tschechien. "Nach Temelin ist das eine weitere Provokation von tschechischer Seite".****

"Von den insgesamt 27 möglichen Standorten für das Endlager, gelten acht Standorte als Favoriten, vier davon sind nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Das Problem der Endlagerung teilen die Tschechen mit allen anderen Ländern, die auf Kernkraft setzen", so Hofmann.

Anstatt einen Ausstieg aus der Atomkraft in Erwägung zu ziehen, plane Tschechien den atomaren Müll an der Grenze zu Österreich zu deponieren. "Wenn es ohnehin eine "todsichere" Endlagerung wird, dann sollten die Tschechen als Standort für die Atommülldeponie den tschechischen Zentralraum bevorzugt ins Auge fassen", sagte Hofmann.

Österreich dürfe nicht abwarten, bis sich Tschechien für einen Standort in der Nähe der österreichischen Grenze entschieden habe. "Wir müssen deutlich zum Ausdruck bringen, daß wir eine solche Entscheidung nicht akzeptieren werden. Es wäre unverantwortlich gegenüber den nächsten Generationen, wenn wir gegen diese neue Bedrohung nicht ankämpfen würden", betonte Hofmann abschließend. (Schluß)

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