Scheele setzt sich für den Schutz des spanischen Naturgebiets Ebrodeltas ein

Wien (SK) "Die Plattform zum Schutz des Ebrodeltas organisierte am 1. und 2. Februar den Internationalen Tag zum Schutz des Ebrodeltas. Dort konnte klargestellt werden, wie ignorant die Positionierung mancher konservativer EP-Abgeordneter im Hinblick auf die Zerstörung eines wichtigen und wunderschönen Naturgebiets in Spanien ist", erklärte die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Die Menschen in dieser Region bangen um ihr Naturgebiet - und hoffen, dass die Europäische Union den rücksichtslosen Plan der spanischen Regierung, die Flora und Fauna des Ebrodeltas durch Stauung des Flusses zu zerstören, nicht mitfinanzieren wird." ****

Der Flemming-Bericht über die nachhaltige Nutzung des Wassers sei von den Konservativen im Europäischen Parlament abgelehnt worden, weil er sich auf den spanischen Wasserwirtschaftsplan bezogen habe und diesen verurteilte. "Wenn ein Land finanzielle Unterstützung für Projekte will, die Naturgebiete und die Biodiversität zerstören, dann wird es zu einem europäischen Thema."

Die spanische Regierung habe im Rahmen ihres "Nationalen Wasserwirtschaftsplans" die Stauung des Ebros auf ihre Prioritätenliste gesetzt. In der Folge seien diverse Gutachten über die ökologischen Folgen in Auftrag gegeben worden, die aber einhellig vor einem solchen Schritt gewarnt hätten.

"Als niederösterreichische Abgeordnete kann ich mich gut an die Situation 1984 in der Hainburger Au erinnern. Damals wurden ebensolche Gutachten erstellt. Als die Ergebnisse aber nicht den Vorstellungen der Auftraggeber entsprachen, wurden die Gutachten als lächerlich abgetan. Das gleiche Vorgehen können wir nun in Spanien beobachten", so Scheele.

Der Schutz des Ebrodeltas werde heute nachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz mit Dr. Pedro Arrojo Agudo, Professor an der Universität Zaragoza, im Europäischen Parlament zum Thema gemacht.

Besonders brisant sei das Ansinnen der spanischen Regierung, die Stauung des Ebros mit EU-Geldern zu finanzieren. "Der Kampf um Nachhaltigkeit ist eine internationale Frage - und keine nationale Angelegenheit. Es ist zynisch, bei der Wasserbewirtschaftung von einer nationalen Angelegenheit zu sprechen - und die entsprechenden Schritte dann mit EU-Geldern finanzieren zu wollen", so Scheele abschließend. (Schluss) se/mp

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