Beldomo war auch in Deutschland auf Kundenfang unterwegs!

Geschädigter Beldomo-Berater wandte sich an die AKNÖ-Konsumentenschützer

Wien (AKNÖ) - Nicht schlecht staunten die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) als sich ein deutscher Anlageberater, der für die Beldomo AG tätig war, hilfesuchend an sie wandte. Der Betroffene berichtete von einer im Jahr 1998 gegründeten Niederlassung der Beldomo AG in Nürnberg. Die Niederlassung habe einen absolut seriösen Eindruck hinterlassen und so habe er seit 1998 Anlagen der Firma Beldomo AG vermittelt. Nachdem nun zwischenzeitlich das Konkursverfahren läuft und die Vorstände nicht greifbar seien, habe ein Kunde gegen ihn einen "nicht unerheblichen Schadensersatzanspruch" gerichtlich durchgesetzt.
Die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer sind fassungslos:
Günther La Garde, Leiter der Konsumentenschutzabteilung, vermutet, dass der Vorstand der Beldomo AG ebenso wie in Österreich versuchte, über Strukturvertriebe Aktien zu verkaufen. Aber das zu einem Zeitpunkt, wo laut Ergänzungsgutachten vom anhängigen Strafprozess die Zahlungsunfähigkeit der Beldomo AG spätestens Ende 1997 eingetreten ist und auch dem Vorstand bekannt war. Dazu La Garde:
"Der Vorstand der Beldomo AG wollte sich in Süddeutschland ein weiteres Standbein schaffen und das, wo in Österreich gegen den Vorstand bereits gerichtliche Vorerhebungen gelaufen sind und die Verantwortlichen auch schon in U-Haft waren." Außerdem, so der Vorwurf der AKNÖ-Konsumentenschützer, habe man auch in Deutschland Aktien verkauft, denen kein geprüftes Kapitalmarktprospekt zugrunde lag. Die Aktien waren also nicht geprüft. Ein eindeutiger Verstoß gegen das österreichische Kapitalmarktgesetz (KMG). Weiters wurden den Anlegern Sicherheiten versprochen, die nicht gehalten werden konnten. Geschädigte sind in diesem Fall aber nicht nur die Anleger, sondern auch die Berater. Denn, dass diese im guten Glauben gehandelt haben, beweist die Tatsache, dass sie Beldomo-Aktien auch an die eigene Familie vermittelt haben.
Es gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung, da das Strafverfahren noch nicht abgeschlossen ist.

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