LHStv. Onodi: Neue Gefahrenquelle - tschechisches Atommülllager an NÖ Grenze

Bundesregierung muss sich umfassend in Vorhaben und Planungen einbinden

St.Pölten (NLK) - Nach Temelin droht Niederösterreich eine
weitere gesundheits- und sicherheitspolitische Gefahrenquelle. So soll nächst der niederösterreichischen Grenze bei Litschau ein Atommüll-Endlager für hochradioaktiven Atommüll errichtet werden. Insgesamt 27 Standorte stehen derzeit zur Auswahl, davon gelten 8 Standorte als ‚Favoriten', vier davon sind nur wenige Kilometer hinter der Grenze. "Brennstäbe und hochradioaktiver Abfall nur wenige Kilometer von Niederösterreich entfernt ist nach Temelin ein weiteres Sicherheitsrisiko. Die Bundesregierung ist aufgefordert, sich umfassend in die derzeit laufenden Planungen der tschechischen Regierung einzuschalten und Österreichs Standpunkt klarzulegen. Ich fordere eine klare Ablehnung der Planungen. Bis Juni dieses Jahres soll nämlich bereits eine konkrete Bewertung der Standorte erfolgen", so Niederösterreichs Gesundheitsreferentin, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi.

Zur jüngst wieder in Gang gekommenen Diskussion und den entsprechenden Bemühungen um eine österreichische Energielösung und gegen den Ausverkauf des Verbunds an den deutschen Atomenergiekonzern E.ON stellt Onodi klar die Interessen der zukünftigen Entwicklung Österreichs in den Vordergrund. "Wohl kein anderes Land in Europa muss ein so fundamentales Interesse haben, die Energieversorgung auch künftig in eigenen Händen zu halten und damit eine größtmögliche österreichische Eigentümerstruktur zu haben, wie Österreich. Durch seinen hohen Versorgungsgrad mit umweltfreundlicher Wasserkraft, aber auch durch die noch vorhandenen maßgeblichen Ressourcen in diesem Bereich muss sichergestellt werden, dass einerseits das Know-how, andererseits aber auch die Verfügungsgewalt der Ressourcen, sowohl technischer Natur, als auch des Wassers, in österreichischen Händen bleibt. Dies betont die SP NÖ seit Jahren und hat auf die entsprechenden Gefahren eines ‚Ausverkaufs österreichischer Energieinteressen' hingewiesen."

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