Balanced-Score-Card für die Johanniter

Wien (OTS) - Dank der Initiative des Instituts für Unternehmensführung der Wirtschaftsuniversität Wien und seiner Sponsoren, den Beraterunternehmen Contrast und Horvath & Partner, entwickelten Studenten des Spezialgebietes Controlling eine Balanced Scorecard (BSC) für die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH). Dieses Managementtool wird bereits seit Jahren in vielen Unternehmen erfolgreich genützt. Die Besonderheit dieses Instruments, das von Kaplan & Norton an der Harvard Business School entwickelt wurde, ist seine Flexibilität und die Kompatibilität mit den Anforderungen moderner Non-Profit-Organisationen. Institutsleiter Univ. Prof. Dr Gerhard Speckbacher fasst die Vorteile wie folgt zusammen: "Für Non-Profit-Organisationen ist es wichtig zu wissen, wie sie den vielfältigen Bedürfnissen ihrer Anspruchsgruppen gerecht werden können. Bei der Johanniter-Unfall-Hilfe stehen dabei die Bedürfnisse der Leistungsempfänger im Vordergrund. Gleichzeitig sind aber insbesondere die Erwartungen von Spendern und von ehernamtlichen wie hauptamtlichen Mitarbeitern zu berücksichtigen. Die Balanced Scorecard ist ein praxiserprobtes Instrument, mit dessen Hilfe in übersichtlicher Form darstellbar ist, inwieweit die Organisation den Bedürfnissen ihrer Anspruchsgruppen bereits gerecht wird. Vor allem wird aber aufgezeigt, was in der täglichen Arbeit konkret getan werden kann, um diese Bedürfnisse noch besser zu erfüllen. Die BSC ist damit ein Instrument, das nach innen und nach außen für mehr Transparenz sorgt und das eine möglichst zielgerichtete Verwendung von Ressourcen unterstützt."

Mag. Raoul Ruthner, der Seminarleiter und Assistent von Prof. Speckbacher, betont die Praxisrelevanz dieses Seminars: "Hier befinden sich die Studenten erstmals in einer reellen Beratersituation mit echten Kunden und vor allem kundenspezifischen Problemen und Wünschen."

Für die Johanniter wäre eine derartig professionelle Beraterleistung unter normalen Umständen nicht finanzierbar. Johanniterpräsident DI Johannes Bucher weiß aus seiner Berufserfahrung als Steuerberater, was Unternehmensberatung kostet:
"Die Studenten von Prof. Speckbacher haben über 2000 Stunden in die Entwicklung der BSC für die Johanniter investiert, eine Leistung, die wir uns als NPO am Beratermarkt wahrscheinlich nicht hätten leisten können. Mein Dank gilt daher nicht nur den Studenten sondern auch den Sponsoren des Instituts. Für die Studenten war es sicherlich nicht einfach unseren Anforderungen als gemeinnützige Rettungs- und Sozialorganisation nachzukommen. Vom Resultat sind wir überzeugt." Die Besonderheiten, die sich aus der sozialen Tätigkeit ergeben, mussten von Anfang an beachtet werden.

Dr. Robert Brandstetter, der Geschäftsführer der JUH, ist besonders von dem EDV-Tool begeistert, das die Studenten selbst entwickelt haben. Nach der Implementierung werden die Kennzahlen der BSC tagesaktuell abrufbar sein.

Dank des Engagements der Studenten von Prof. Speckbacher können die Johanniter in Zukunft ihrem Auftrag am Nächsten noch besser erfüllen und Spendengelder und Beiträge von fördernden Mitgliedern noch effizienter einsetzen.

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Die Johanniter
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Wirtschaftsuniversität Wien
Mag. Raoul Ruthner
Institut für Unternehmensführung
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raoul.ruthner@wu-wien.ac.at
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