ÖAMTC begrüßt neue Gruppenfreistellungsverordnung

Monti-Papier bedeutet mehr Wettbewerb, mehr Auswahl und günstigere Preise beim Autokauf

Wien (ÖAMTC-Presse) - Mehr Wettbewerb zu Gunsten der Autofahrer stellt die neue Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) in Aussicht. Der gestern in Brüssel präsentierte Entwurf zur GVO sieht die Liberalisierung des bis dato streng reglementierten Kfz-Vertriebes in Europa vor. "Für den Konsumenten ist das ein Schritt in die richtige Richtung, denn wir erwarten dadurch günstigere Neuwagenpreise sowie geringere Reparatur- und Servicekosten", zeigt sich ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka erfreut.

Das bisherige Vertriebssystem und die engen Vorgaben der Hersteller an ihre Händler sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Unzufriedenheit bei Autokäufern in ganz Europa. So weigerten sich mitunter Autohändler, Fahrzeuge an Kunden aus anderen Mitgliedsstaaten zu verkaufen, weil sie dann mit Repressionen ihrer Lieferanten rechnen mussten. Beispielsweise wurden auch für Reparaturen in Markenwerkstätten fast ausschließlich die teuren Originalersatzteile verwendet, anstatt gleichwertige und billigere Nachbauteile.

Diese Schwierigkeiten sollen durch die Neuregelung des Automobilvertriebes in Europa schon bald Geschichte sein. Die neue GVO stärkt die Unabhängigkeit der Autohändler gegenüber den Herstellern und soll damit den Wettbewerb sowohl innerhalb einer Marke als auch zwischen verschiedenen Automarken fördern. Mehr Wettbewerb bedeutet größere Auswahl und günstigere Preise - zum Vorteil der Konsumenten.

Der Verkauf mehrerer Automarken unter einem Dach und der Handel über das Internet werden künftig vereinfacht. Auch Parallelimporte und die Tätigkeit von Zwischenhändlern, die im Auftrag von Autokäufern ein bestimmtes Fahrzeug möglichst günstig besorgen, sollen erleichtert werden. Natürlich bedeutet die Freiheit, ein Auto überall kaufen zu können, dass auch die Reparatur- und Serviceleistungen von jeder Werkstätte durchgeführt werden. Daher garantiert die neue GVO auch unabhängigen Werkstätten einen fairen Zugang zum nötigen Know-how. "Das bedeutet für den Konsumenten eine größere Auswahl an Werkstätten zu einem günstigeren Preis", erklärt Zelenka.

Die Neuregelung der GVO stellt sicher eine Herausforderung für die Händler dar, eröffnet ihnen aber auch neue Möglichkeiten, sich auf dem Markt zu behaupten. Die neue GVO gilt ab 1. Oktober 2003; bis dahin gelten die Bestimmungen der alten GVO für bestehende Vertriebsvereinbarungen zwischen Händlern und Herstellern weiter.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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