FMK-Barmüller: TCK-Entscheid macht erste UMTS-Ausbaustufe schwieriger

Informationsfluss und Interessenausgleich sind Basis für Ausbau der Mobilfunknetze

Wien (OTS) - "Die Akzeptanz der Netzinfrastruktur durch die Bevölkerung ist aufgrund der Entscheidung der Telekom-Control-Kommission, wonach alle UMTS-Lizenzinhaber eigenständige Kernnetze betreiben müssen, noch wichtiger geworden. Diese Entscheidung kann dazu führen, dass sich die Zahl der UMTS-Standorte in der Endausbaustufe erhöht. In der ersten Phase werden vor allem bestehende Mobilfunkanlagen für UMTS adaptiert. Die Entscheidung der Telekom-Control-Kommission bedeutet nun, dass die umfangreichere UMTS-Systemausstattung für jeden Betreiber extra vor Ort installiert werden muss. Gerade bei Dachstandorten ist dies aus Platz- und Statikgründen oft nicht möglich", so Thomas Barmüller, Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation (FMK) heute.

Information und Interessensausgleich beim Netzausbau würden daher zukünftig noch wichtiger werden. Die Lösung von AnrainerInnen-Problemen ist dabei für das FMK wichtiger als der mediale Schaukampf einzelner Bürgerinitiativen und Plattformen: "Die Interessen von mehr als 6 Millionen Handy-Usern und KundInnen, die in ganz Österreich mobil telefonieren wollen, und zahlreichen AnrainerInnen von Mobilfunkanlagen, die ein berechtigtes Informationsbedürfnis in Sachen Mobilfunk haben, sind zu berücksichtigen: Das Forum Mobilkommunikation nimmt alle Anliegen gleichermaßen ernst, die mit der Mobilfunk-Technologie direkt oder indirekt zusammenhängen. Es setzt deshalb aktiv Maßnahmen für einen umfassenden Interessenausgleich", Barmüller weiter.

Dazu gehöre u.a. die schriftliche Vereinbarung mit dem Österreichischen Gemeindebund, die den transparenten Informationsfluss zur Bevölkerung im Rahmen des Netzausbaus regelt:
Barmüller: "Seit Oktober letzten Jahres wird diese Vereinbarung intensiv umgesetzt. Aus den eingehenden positiven Reaktionen von Gemeinden und AnrainerInnen wissen wir, dass dieser offene Informationsaustausch zu einem wichtigen Schlüssel zur Vermeidung von Konflikten geworden ist. Mit dem Österreichischen Städtebund befinden wir uns wegen einer ähnlichen Vereinbarung bereits in Gesprächen".

"Das FMK ist als Organisation aller Mobilfunkbetreiber und der Mobilfunk-Industrie auch als Schlichtungsstelle gedacht, wenn es Probleme vor Ort gibt, die nicht nur einzelne Betreiber betreffen. Mittlerweile nehmen wir uns aber auch jener Einzelfälle an, bei denen eine Vermittlertätigkeit eine Eskalation vermeiden helfen kann", formuliert Barmüller das Profil des FMK. Er verstehe, dass manche Bürgerinitiativen und Plattformen den "Konflikt medial suchen und brauchen". Dies liege aber in deren Eigeninteresse und meist nicht im Interesse einer Lösung des Problems vor Ort: "Dennoch sind AnrainerInnen und Bürgerinitiativen für uns Ansprechpartner", umschreibt Barmüller seinen vermittelnden Zugang als Geschäftsführer des FMK.

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