European Hydro Power: Ökonomisch und ökologisch sinnvoll

Wien (OTS) - Grundsätzlich hält der Verbund nochmals fest, daß die Wasserkraft-Kooperation von Verbund und E.ON, deren Anteile an der geplanten "European Hydro Power GmbH" (EHP) 63 zu 37 % betragen, keinesfalls einen "Ausverkauf" von österreichischer Wasserkraft an das Ausland bedeutet, sondern den Verbund wirtschaftlich nachhaltig stärkt. Die EHP steht klar unter österreichischer Führung, wird als Gesellschaft nach österreichischem Recht gegründet und ihren Sitz in Österreich, voraussichtlich in Salzburg haben. Das Eigentum an diesen Kraftwerken verbleibt wie bisher beim Verbund bzw. bei E.ON.****

Die E.ON-Wasserkraftwerke sind im Gegensatz zu den Verbund-Anlagen schuldenfrei. Infolge der Kooperation mit E.ON-Wasserkraft wird die EHP in der Verbund-Bilanz voll konsolidiert, so daß der Verbund seinen Umsatz mit einem Schlag um 15 Prozent, das Ergebnis sogar um 25 % steigern und seine Eigenkapitalquote deutlich verbessern kann. Gemessen an den derzeitigen Stromverbrauchzuwächsen bedeutet dies einen Sprung nach vorne von sieben Jahren. Ein gestärkter Verbund kann damit im Kampf gegen Treibhausgase, vor allem auch durch den ausgeweiteten, optimierten Kraftwerkseinsatz, noch aktiver werden.

Aus der zu erwartenden Stärkung des Verbund auf ein notwendiges europäisches Maß erklärt sich auch die - zeitlich nicht terminisierte - Option der E.ON-Wasserkraft auf 49 % an der EHP gegen Barzahlung oder Einbringung von Unternehmensteilen des Regionalversorgers E.ON-Bayern AG. Die Ausübung der Option bedürfte jedenfalls wiederum der Zustimmung durch den Verbund-Aufsichtsrat.

Zu den von verschiedenen Seiten kolportierten Aussagen über die Wasserkraft-Kooperation von Verbund und E.ON betont der Verbund, daß er, wie international üblich, keine Aussagen über die Inhalte der Vereinbarung bekanntgibt, solange die Verhandlungen nicht endgültig abgeschlossen sind.

Der Verbund verzeichnet bereits heute mehr als 50 % seines Umsatzes im benachbarten Ausland, nicht zuletzt deshalb, weil frühere Großabnehmer (insbesondere österreichische Landes-EVU) seit dem Start der Liberalisierung des österreichischen Stommarktes im Februar 1999 um rund ein Drittel weniger Verbund-Strom aus Wasserkraft beziehen als davor. Die Kunden haben es also in der Hand durch ihre Kaufentscheidung wesentlich zu beeinflussen, welche Form der Stromproduktion gefördert wird. Wenn sie also umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft bevorzugen, dann können sie diesen jederzeit beim Verbund kaufen. Gerade auch durch die geplante Wasserkraft -Kooperation des Verbund mit E.ON haben alle Stromkunden die Möglichkeit, weit mehr als bisher ihren Strombedarf mit umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft zu decken. Es besteht absolut keine Notwendigkeit - weder derzeit noch in Zukunft - mehr Atomstrom zu importieren.

Zu einer partnerschaftlichen Kooperation mit österreichischen Energieunternehmen ist man seitens des Verbund nach wie vor bereit, die Gründung der EHP steht dem nach Überzeugung des Verbund nicht entgegen. Der Verbund steht konstruktiven Vorschlägen selbstverständlich offen gegenüber.

Zum Thema Kyoto-Ziele ist festzuhalten, daß derzeit in der EU eine Richtlinie für den Treibhausgas-Emissionshandel ausgearbeitet wird. Basis der Berechnungen sind dabei die Emissionen, die in den einzelnen EU-Ländern entstehen bzw. erzeugt werden.
Ebenso zielt die bereits beschlossene EU-Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen eindeutig darauf ab, in welchem EU-Land der Strom erzeugt wird.

Entscheidend ist also, wo der Strom erzeugt wird, aber nicht, ob er im In-oder Ausland verbraucht wird!

Österreich wird seine Vorreiterrolle bei erneuerbarer Energie weiter ausbauen. Laut EU-Definition ist Wasserkraft zu 100 Prozent als erneuerbare Energiequelle anerkannt.

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Mag. Gerald Schulze
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