Euroscola: Österreichische Schüler als "Europaabgeordnete"

Wähler von morgen im Europäischen Parlament von heute

Wien (OTS) - Auf großes Interesse stößt das Euroscola-Programm des Europäischen Parlaments bei österreichischen Schulen. Euroscola bietet österreichischen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, das Europäische Parlament persönlich kennen zu lernen. Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Wien hat wieder in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in ganz Österreich Schulen über die Aktion Euroscola für das Schuljahr 2001/2002 informiert. Das Echo war enorm.

"Einmal Abgeordneter sein" - dieser Wunsch kann heimischen und anderen Schulklassen innerhalb der Europäischen Union mit Euroscola erfüllt werden. Das Ziel des Programms ist es, Schülern aus den 15 EU-Mitgliedstaaten einen Besuch des Europäischen Parlaments in Strassburg oder Brüssel zu ermöglichen. Bei ihrer Visite werden den Jugendlichen zuerst Grundkenntnisse über die Europäische Integration vermittelt. Im Anschluss simulieren die Schüler gemeinsam in Arbeitsgruppen Debatten und Entscheidungsfindung im Europäischen Parlament und gewinnen so einen Eindruck von der Arbeit der Europa-Abgeordneten und der Bedeutung des Europäischen Parlaments für die Union.

Euroscola richtet sich an Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren. Da in den von den Schülern simulierten Arbeitsgruppen im Europäischen Parlament Englisch oder Französisch gesprochen wird, sollten die teilnehmenden Jugendlichen über gute Kenntnisse in mindestens einer dieser beiden Sprachen verfügen. Bevor eine Schulklasse ihre Reise zum Europäischen Parlament antritt, sollte sie sich bereits mit dem Projekt "Europa" auseinandergesetzt haben. Anhand vorgegebener Themenlisten bereiten sich die teilnehmenden Schulen dann auf das internationale Plenum vor. Zudem bestimmt jede Schule einen Sprecher, der zu Beginn der Sitzung im Plenarsaal seine Schule vorstellt. Nach einem einleitenden Vortrag kommen schließlich die Jugendlichen zum Zug. Die Schüler teilen sich in die verschiedenen Arbeitsgruppen und diskutieren in den Arbeitssprachen Englisch oder Französisch die vorbereiteten Fragen zu den spezifischen Themen. Danach werden im Plenum die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zu einer Resolution zusammengefasst.

Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich spielt für die reibungslose Abwicklung des Euroscola-Programms eine wichtige Rolle, denn es dient als eine Art "Schaltstelle" zwischen österreichischen Schulen und den Organisatoren in Straßburg. Über das Informationsbüro werden Kontakte hergestellt und Anmeldungen abgewickelt. Im Informationsbüro werden zudem Anfragen sowie Rückfragen von Interessenten bearbeitet und eventuell auftretende Probleme gelöst.

Und die Arbeit des Informationsbüros macht sich bezahlt: Seit dem Start des Programms im Jahre 1989 und dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 haben insgesamt 94 österreichische Schülergruppen einen Tag im Europäischen Parlament verbracht. Positive Rückmeldungen der Jugendlichen sind zugleich eine Bestätigung für die aktive Rolle, die das Informationsbüro bei Euroscola eingenommen hat.

Die Termine für einen Besuch des Europäischen Parlaments in Straßburg oder Brüssel sind für das Sommer- und Wintersemester dieses Jahres bereits ausgebucht. Interessenten für das Euroscola-Programm im Jahr 2003 haben jedoch schon jetzt die Möglichkeit, sich im Informationsbüro des Europäischen Parlaments bei jlackner@europarl.eu.int anzumelden.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Monika Strasser
Tel: 01-51617-201
mstrasser@europarl.eu.int
Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich
http://www.europarl.at

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