WWF präsentiert Regionalentwicklungsstudie: Natura 2000 rechnet sich!

Wien (OTS) - Der WWF Österreich präsentierte gestern Abend die Studie "Naturschutz und Regionalwirtschaft"."Am Beispiel von vier österreichischen Modellregionen wird gezeigt, dass die Einrichtung von Natura 2000-Gebieten zu positiven regionalwirtschaftlichen Auswirkungen führt und die betroffenen Regionen wirtschaftlich profitieren können," so der Autor Univ.Doz. Dr. Michael Getzner, Universität Klagenfurt. Die regionalwirtschaftlichen Chancen liegen insbesondere in den Bereichen Tourismus sowie Landwirtschaft. Die Ausweisung als Natura 2000-Gebiet kann somit als "Initialzündung" für eine nachhaltige Regionalentwicklung angesehen werden. "Die Studie kommt gerade rechtzeitig um Zukunftsmodelle und Chancen des europäischen Naturschutzes im Zuge der EU-Erweiterung besser einzuschätzen zu können," so Mag. Christoph Walder, WWF Österreich.

Die Studie...
Es wurden vier Modellregionen mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen ausgewählt: das Waldviertel/NÖ: Natura 2000 nominiert, aus vielen Einzelflächen bestehend, erste touristische Ansätze, das Steinfeld/NÖ: bei der Erstellung der Studie noch nicht nominiert, angrenzend an ein Industriegebiet, das Karwendel: nicht nur Natura 2000-Gebiet, sondern auch Landschafts- und Naturschutzgebiet, gut touristisch entwickelt und das Verwall/Vbg.:
nominiert, keine touristische Entwicklung, nur kleine land- und forstwirtschaftliche Betriebe. "Die Untersuchung dieser sehr unterschiedlichen Gebiete zeigt, dass Natura 2000 das erste Naturschutzinstrument auf breiter regionalwirtschaftlicher Basis darstellt," so Getzner "Die Regionen müssen aber auch die Chancen erkennen und aktiv nützen! Natura 2000 ist immer ein Gewinn für die Region, außer in Industriegebieten wie z.B: das Steinfeld!"

"Natura 2000 ist ein treffsichereres Instrument für Naturschutz," ist der Ökologe und Co-Autor Mag. Michael Jungmeier, ECO Klagenfurt, überzeugt, "Die Flächen auf denen wirklich Maßnahmen durchgeführt werden müssen, sind vergleichsweise klein und diese werden dann gezielt gesetzt, d.h. viel Naturschutz kann mit wenigen Mitteln umgesetzt werden."

Die Studie ist in Buchform bei Peter Lang GmbH, Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2002, erschienen.

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