FPÖ: Denkmalschutz und Weltkulturerbe sind gefährdet

Wien, (OTS) Massive Kritik an mehreren geplanten bzw.bereits ausgeführten Bauprojekten in der Wiener Innenstadt übte Dienstag LAbg. Dr. Herbert Madejski in einem FP-Pressegespräch. Der FPÖ-Politiker sieht das von der UNESCO verliehene Weltkulturerbe für die Wiener Innenstadt in Gefahr, da auf den Denkmalschutz viel zu wenig Rücksicht genommen werde.

Konkret nannte er dabei zwei geplante Neubauten in der Parkanlage des Liechtensteinparkes, der Schutzzone ist. Zwei- bis dreistöckige Häuser sollen dort als Verwaltungs- und Bürogebäude dienen. Weiters warnte der freiheitliche Landtagsabgeordnete vor einer geplanten Hausaufstockung auf dem Stephansplatz vis a vis des Domes neben dem Haas-Haus. Die geplante Aufstockung könnte die Höhe des Haas-Hauses erreichen. Der Fachbeirat für Stadtplanung habe sich, so Madejski, bereits positiv zu diesem Projekt geäußert. Weiters kritisierte er, dass bei der Aufstockung des Hotels Ambassador nun weitere Aufbauten sichtbar geworden seien, die nicht von der Baupolizei genehmigt wurden. Das Abweichen von den Bebauungsplänen sei jedoch nur vorstellbar, wenn dem Bauherrn vorher eine Zustimmung dazu signalisiert worden sei, vermutet der FPÖ-Politiker. Beim geplanten Umbau des Schwarzenbergplatzes sollen die 16 historischen Laternen entfernt und durch 28 neue zylindrische Pfähle ersetzt werden. Auch diese Maßnahme unterzog Madejski einer eingehenden Kritik.

Schließlich wies er auf eine geplante Änderung des Denkmalschutzgesetzes hin. Derzeit seien sämtliche öffentliche Gebäude durch den Paragraph 2 dieses Gesetzes vor größeren Eingriffen und Umbauten geschützt. Geplant sei nun, die öffentlichen Bauten teilweise aus diesem Schutz herauszunehmen. Von der finanziellen Aufwertung der betreffenden Objekte würde vor allem die Stadt Wien profitieren und die vom Wohnbaustadtrat angekündigte mögliche Zusammenlegung von Amtshäusern würde so in einem völlig neuen Licht erscheinen.

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