HGPD: "Arbeitslosigkeit: Nicht Genügend, Herr Minister"

Tourismusgewerkschaft stellt Bartenstein schlechtes Zeugnis aus

Wien (ÖGB/HGPD). "Minister Bartenstein hat offensichtlich nichts aus der Vergangenheit gelernt", Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) würde dem Wirtschafts- und Arbeitsminister ein glattes Nicht Genügend ins Semesterzeugnis schreiben: "Im Jänner 2002 gab es 3.485 Arbeitslose mehr im Tourismus als im Vergleichsmonat des Vorjahres, das sind 14 Prozent Steigerung. Gleichzeitig hat sich das Saisonierkontingent -trotz heftiger Proteste unsererseits - seit dem Winter 98/99 auf 8.830 Beschäftigte vervierfacht." Die HGPD hätte Bartenstein bereits letzten Sommer vor der hohen Arbeitslosigkeit in der Branche gewarnt:
"Aber alle Warnungen wurden in den Wind geschlagen."++++

Der HGPD-Vorsitzende fordert den Minister daher auf, endlich etwas zu unternehmen, um arbeitslose InländerInnen und in Österreich niedergelassene AusländerInnen in Beschäftigung zu bringen:
"Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass es dem Wirtschaftsminister nur darum geht willige, billige Mittel- und OsteuropäerInnen für westeuropäische WirtInnen zur Verfügung zu stellen. Menschen, die nach Saisonablauf wieder abgeschoben, oder -noch schlimmer - weiter schwarz beschäftigt werden." Kaske abschließend: "Dieses Semesterzeugnis sieht traurig aus, Herr Minister Bartenstein. Denn im Ressort Arbeit - dem Sie ja auch vorstehen - haben Sie ein glattes Nicht Genügend verdient." (kk)

ÖGB, 5. Februar 2002
Nr. 109

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