Ende Jänner gab es in Niederösterreich 52.826 Arbeitslose

Geringerer Anstieg als im Bundesvergleich

St.Pölten (NLK) - In Niederösterreich waren Ende Jänner 2002 beim Arbeitsmarktservice (AMS) NÖ 52.826 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 6.179 oder 13,2 Prozent mehr als im Jänner des Vorjahres bzw. um 4.585 oder 9,5 Prozent mehr als Ende Dezember 2001. Österreichweit gab es Ende Jänner 2002 297.830 Jobsuchende, gegenüber Ende Jänner 2001 ein Plus von 40.071 Personen oder 15,5 Prozent. Trotz der weiteren Zunahme ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich im Jänner weniger dramatisch ausgefallen als noch im Dezember, als es ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gab. Auch im Bundesvergleich war der Anstieg in Niederösterreich im Jänner etwas weniger stark.

Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen sind die 15- bis 25-jährigen (plus 21,2 gegenüber dem Vorjahr), die vorgemerkten AusländerInnen (plus 18,3 Prozent), die AkademikerInnen (plus 30,2 Prozent) und die über 60-jährigen.

Die Ursachen für den weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit werden in der derzeitigen Wirtschaftsentwicklung gesehen. Die internationale Konjunkturabschwächung mit all ihren Auswirkungen auf Export und Investitionen wird noch durch den deutlichen Rückgang der Bauproduktion verschärft. In der Baubranche, wo es laut Experten in Niederösterreich nach wie vor Überkapazitäten gibt, stieg die Arbeitslosigkeit im Jänner gegenüber dem Vorjahr jedoch "nur" um 308 Personen oder 2,8 Prozent, da der größte Teil der Freisetzungen bereits Ende Dezember 2001 erfolgte (plus 53,9 Prozent). Von der schwachen Konjunkturentwicklung sind weiters die Bereiche Sachgüterproduktion, Verkehr und Telekommunikation betroffen. Auch bei der Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen ist die Beschäftigung zuletzt stark zurückgegangen.

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