Wiener GPA-Frauenvorsitzende Helscher zu Arbeitslosendaten: Wirksame Schritte vor allem für Frauen nötig

Wiener Zahlen widerspiegeln Unzulänglichkeit der Regierungsarbeit

Wien (GPA/ÖGB). "Die aktuell veröffentlichten Jänner-Arbeitslosenzahlen führen das Versagen der Bundesregierung in puncto zielgerichteter und aktiver Arbeitsmarktpolitik auf dramatische Weise vor Augen", sieht die Wiener Vorsitzende der GPA-Frauen, Erika Helscher, die Unzulänglichkeiten der Maßnahmen der Bundesregierung auch auf Wiener Ebene bestätigt. Insbesondere der weitere Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit, der für Wien im Vergleich zum Vorjahr +22,1 % beträgt und der dramatische Anstieg bei der Jugendarbeitslosigkeit von +29,2 % würden rasche und zielgruppenorientierte Schritte notwendig machen.++++

Den Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit sieht Helscher nicht zuletzt durch die fehlgeleiteten Maßnahmen im Bereich der Familienpolitik begründet. "Die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes erweist sich hier als der erwartete Bumerang". Erforderlich seien nun in erster Linie wirksame Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie umfassende Wiedereinstiegshilfen für Frauen nach Zeiten der Kinderbetreuung. Absolut notwendig sei in diesem Zusammenhang die Freigabe der Arbeitsmarktreserven, betont Helscher und bezeichnet dabei die Kürzung von AMS-Mittel zugunsten des blindwütigen Nulldefizit-Wettlaufes als untragbar.

ÖGB, 5. Februar 2002
Nr. 108

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