Beispielhafte Zusammenarbeit von 35 Schulen aus EU und EU-Beitrittsländern

ABC-Network als ein Beitrag Österreichs zum europäischen Erweiterungsprozess

Wien (OTS) - Unter dem Projekttitel ABC-Network (Across the
Borders Cooperation) - Schulnetzwerk "Kreatives Mitteleuropa" begann dieses Wochenende eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit von 35 Schulen. Neben den EU - Staaten Österreich und Italien sind auch die zukünftigen EU-Staaten Slowenien, Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei beteiligt. Schulen aus diesen Ländern arbeiten, koordiniert vom ÖKS Österreichischen Kultur-Service, im Rahmen des ABC Network in kreativer Weise aktiv zusammen und erproben den projekt- und themenorientierten Unterricht unter der Berücksichtigung der kommunikativen Möglichkeiten der neuen Medien.

Das Projekt ABC-Network - Schulnetzwerk "Kreatives Mitteleuropa" zielt auf kontinuierliche längerfristige Zusammenarbeit eines vorerst 35 Schulen umfassenden Netzwerkes zur Auseinandersetzung mit Europa-relevanten Themen ab. Diese Schulen wirken als Multiplikatoren innerhalb ihrer Region und arbeiten ihrerseits eng mit nationalen und regionalen Verwaltungseinrichtungen (Schulbehörden), Ausbildungsstätten, Kulturinstitutionen etc. zusammen. In der Folge soll dieses Netzwerk auch zahlenmäßig wachsen und nachhaltige bildungspolitische Akzente auf europäischer Ebene setzen.

"Das ABC-Network - Schulnetzwerk "Kreatives Mitteleuropa" stellt auch den Versuch dar, einen Beitrag zum europäischen Erweiterungsprozess zu leisten", so Sektionschef Dr. Anton Dobart, BMBWK. "Das Generalthema des ABC-Network lautet: Unser Europa neu erfinden."

Waltraud Barton, verantwortliche ÖKS Projektleiterin, über das ABC-Network: "Wir werden gemeinsam lernen müssen, unsere Kritikfähigkeit zu entwickeln und keine Scheu davor zu haben, diese auch in moderater Weise mit einem angemessen Ton zu üben. Ich halte es für ein besonders wichtiges Bildungsziel, die eigenständige Kritikfähigkeit junger Menschen zu stärken. Aber dazu ist die Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Fremden und den anderen Voraussetzung. Auch allfälligen Vorurteilen wird am besten durch persönliche Begegnung, konkrete Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch begegnet."

Die Idee des ABC-Network wird von folgendem Personenkomitee unterstützt:

Erhard Busek, Inst. für Donauraum und Mitteleuropa, Koordinator des EU-Stabilitätspaktes für Südosteuropa und Vorsitzender des ABC-Network Personenkomitees

Rainer Münz, Humboldt Universität Berlin (Deutschland)
Zdenka Becker, Autorin (Slowakei)
György Dalos, Historiker, Autor (Ungarn)
Mag.Dr.Klaus Edel, Lehrer, Lektor Universität Wien/Institut für Wirtschafts- u. Sozialgeschichte (Österreich)

Sabine Kienzer, ORF - Internationales Radioprojekt "donaudialoge" (Österreich)

Marusa Krese, Autorin (Slowenien)
Mag. Hansjörg Kunze - IFF (Österreich)
Mag. Petra Reiter, Historikern, Expertin für internationale Schulpartnerschaften (Österreich)

Lucia Slezakova, Bildende Künstlerin (Slowakei)
Dr. Thomas Stern, IFF, Abt. Schule und gesellschaftliches Lernen (Österreich)

Dr. Karin Vorauer, Universität Wien, Institut für Geografie und Regionalforschung (Österreich)

Zum ABC-Network:

Das ABC Network (Across the Borders Cooperation) - Schulnetzwerk "Kreatives Mitteleuropa" ist eine Initiative des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Dr. Thomas Köhler). Für die Durchführung ist der ÖKS Österreichische Kultur-Service verantwortlich. Die Projekte werden zusätzlich bei der jeweiligen Sokrates-Nationalagentur für eine Unterstützung im Rahmen des EU-Programmes Comenius eingereicht.

Bei dem ABC-Network handelt es sich um ein langfristiges Projekt zur Konkretisierung zukunftsweisender Schulkooperationsmodelle im Bereich "Kreativitätsförderung und kulturelle Bildung" zwischen Österreich und den Ländern im mitteleuropäischen Raum.

Im Mittelpunkt des ABC-Networks steht die pädagogisch-didaktische Herausforderung von "Grenzüberschreitung" u.a. im geographischen, thematischen und methodischen Sinn

  • in Form von aktiver Zusammenarbeit von Schulen benachbarter Länder in Mitteleuropa,
  • in Form von Schule als offenem Gemeinwesenszentrum in Zusammenarbeit mit außerschulischen Kultureinrichtungen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und anderen ExpertInnen,
  • in Form eines fächerübergreifenden, projekt- und themenorientierten Unterrichts, besonders durch die Anwendung der neuen Kommunikationstechnologien.

Die Schulprojekte:

Dieses Wochenende bildeten sich sechs internationale Schulteams von jeweils drei bis fünf Schulen, die sich in grenzüberschreitenden Projekten mit dem Generalthema "Unser Europa neu erfinden" beschäftigen werden. Die Bandbreite der geplanten Projekte reicht von "Regionale Kultur: Identität in der Vergangenheit. Identität in der Zukunft", "Jugend- und Lifestyle" über "Ernährung" und "Tourismus" bis zu geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Unterschiede im mitteleuropäischen Raum.

Jedes Team arbeitete die genauen Ziele des Projektes, die zentralen Aktivitäten der Schule mit den SchülerInnen, die methodisch-didaktische Vorgangsweise sowie die Evaluierung, die Mobilität, den Zeitplan und die zu erwartenden Ergebnisse aus. Wesentlich war dabei auch die Einbindung von KünstlerInnen aus verschiedenen Kunstsparten sowie ExpertInnen aus dem Bereich Wirtschaft, Naturwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Philosophie.

Zeitplan des ABC-Network:

Der genaue Themenkatalog für die Zusammenarbeit der Schulen wurde im Rahmen eines Expertenpool-Treffens am 24. und 25.Oktober 2001 in Wien erarbeitet. Die konkrete Zusammenarbeit der Schulen begann dieses Wochenende (31.1. - 2.2.2002) mit einem Get-together-Workshop zur Projektentwicklung und dauert vorerst bis Juni 2003. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer großen Abschlusskonferenz im Juni 2003 präsentiert. Angestrebt wird eine darüber hinausgehende mindestens 3jährige Zusammenarbeit.

Jedes internationale Schulteam erstellte einen genauen Projektplan nach drei Arbeitsphasen:

Arbeitsphase 1: Vor-Ort-Recherche (ab März 2002)
Arbeitsphase 2: Zusammenarbeit mit den Partnerschulen (ab
September 2002)
Arbeitsphase 3: Entwicklung von gemeinsamen Zukunftsmodellen, Lösungen etc. (ab Jänner 2003)
Präsentation aller (Zwischen)Ergebnisse im Juni 2003

Rückfragen & Kontakt:

ÖKS Österreichischer Kultur-Service
Projektleitung: Frau Waltraud Barton,
T: 01/523 57 81-45, F: 01/523 89 33,
Waltraud.Barton@OKS.at

Marketingleitung: Frau Mag. Ursula Hilmar,
T: 01/523 57 81-14, F: 01/523 89 33,
Ursula.Hilmar@OKS.at
http://www.OKS.at

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