Maier zur 2 Euro-Banknote: SPÖ reagiert auf Konsumentenbeschwerden

Entschließungsantrag eingebracht - Unterstützung der Regierung gefordert

(SK) Aufgrund zahlreicher Beschwerden der Bevölkerung über die Münzflut im Zusammenhang mit der Euro-Einführung hat die SPÖ in der Vorwoche einen Entschließungsantrag im Nationalrat eingebracht, in dem der Finanzminister ersucht wird, auf europäischer Ebene die Einführung einer 2-Euro-Banknote zu forcieren. "Damit reagiert die SPÖ auf die zahlreichen Beschwerden von Konsumenten und Handel, während die anderen Parteien in dieser Frage nur vage Absichtserklärungen abgeben", erklärte SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Da Absichtserklärungen auch Taten folgen sollten und sich der Finanzminister bereits zur Einführung der 2-Euro-Banknote bekannte, fordert der SPÖ-Abgeordnete die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ auf, den Antrag im Finanzausschuss des Nationalrates zu unterstützen. ****

Handel, Gastwirtschaft und Konsumenten beklagten sich angesichts der Münzflut und zudem über immer schwerere Brieftaschen. Die Praxis der ersten Wochen mit dem Euro zeige, dass sich die Menschen in Österreich mit dem vielen Kleingeld nicht abfinden wollen, weiß Maier als Leiter der Konsumentenberatung in der AK Salzburg aus eigener Erfahrung. "Es zeigt sich damit auch, dass die früheren österreichischen Initiativen zur Einführung einer 2-Euro-Banknote, beispielsweise 1998 vom damaligen Finanzminister Edlinger, mehr als berechtigt waren. Die Erfahrungen der letzten Wochen legen einen neuen Anlauf nahe", unterstrich Maier. Schließlich habe auch eine Umfrage des Handelsverbandes ergeben, dass 92 Prozent der großen Handelsunternehmen mit der derzeitigen Stückelung des Euro nicht zufrieden sind.

Im Entschließungsantrag wird der Finanzminister aufgefordert, durch entsprechende Initiativen in der Euro-Gruppe bzw. im ECOFIN sowie auf nationaler Ebene im Dialog mit der Spitze der Österreichischen Nationalbank sicherzustellen, dass sowohl der Vorsitz der Euro-Gruppe bzw. die EU-Präsidentschaft als auch die Vertreter der Österreichischen Nationalbank im EZB-Rat für die raschestmögliche Einführung einer 2-Euro-Banknote im Euro-Währungsgebiet aktiv werden. Eine Forderung, der sich die Regierungsparteien ihren "Lippenbekenntnissen zufolge nur anschließen können", so Maier abschließend. (Schluss) up/mp/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK