Landauer: Neue geplante Gewerbeordnung ermöglicht Alkoholausschank an Jugendliche

Jungen Menschen darf der Weg in die Trinkerlaufbahn nicht geebnet werden!

Wien, 2002-02-04 (fpd) - Heftige Kritik an der geplanten Novelle der Gewerbeordnung im Zusammenhang mit dem Alkoholausschank an Jugendliche, übte heute die Gesundheitssprecherin der Wiener Freiheitlichen, Stadträtin Karin Landauer.
So sollen in der Gewerbeordnung die Paragraphen 150 und 151, die den Ausschank von Alkohol an Jugendliche verbieten, gestrichen werden. "Hier wird seitens der Politik ein fatales Signal an Jugendliche gesendet. Mit der neuen Regelung würde man unter 16-jährigen die Tür für den Alkoholkonsum weit öffnen", kritisierte Landauer. ****

Landauer verwies in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass man einerseits beispielsweise durch die Senkung der Grenzmenge im Kampf gegen illegale Drogen einen richtigen Weg eingeschlagen habe andererseits mit derartigen Gesetzesänderungen, wie der Novellierung der Gewerbeordnung, Jugendlichen den Zugang zu Alkohol erleichtere. "Wie aktuelle Studien zeigen, sagen 90 Prozent der 15-jährigen, dass sie in einem Lokal problemlos Alkohol ausgeschenkt bekommen. Dieser Entwicklung muss dringend Einhalt geboten werden. Eine Quasi-Legalisierung für Jugendliche ist jedenfalls der falsche Weg", bekräftigte die freiheitliche Stadträtin.

Landauer forderte ÖVP-Wirtschaftsminister Bartenstein auf, den Teil der Novellierung der Gewerbeordnung, der den Alkoholausschank an Jugendliche ermöglicht, sofort zurückzunehmen. "Den jungen Menschen darf der Weg in die Trinkerlaufbahn nicht geebnet werden. Wir brauchen in Österreich keine jugendlichen Alkoholiker", so Landauer abschließend. (Schluss) lb

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 743

Klub der Freiheitlichen

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW/NFW