Fasslabend: Kampf um Vollbeschäftigung muß unvermindert weitergehen

Jeder Jugendliche muß Ausbildungsplatz finden - erneut Kritik an Schwachstelle Wien

Wien, 04. Februar 2002 (ÖAAB-PD) Der Kampf um die Vollbeschäftigung muß unvermindert weitergehen und das wichtigste sozialpolitische Anliegen der Bundesregierung blieben, forderte heute, Montag, ÖAAB-Bundesobmann Dr. Werner Fasslabend anläßlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten. Die Tatsache, daß sich die im Dezember des Vorjahres festgestellte hohe Zuwachsrate bei den Arbeitslosenzahlen (plus 50.689 im Vergleich zu Dezember 2000) nicht fortgesetzt habe, lasse zwar hoffen, daß die konjunkturbedingte Talsohle bereits durchschritten ist, dies dürfe jedoch nicht zu einem Nachlassen der Bemühungen von Regierung und Sozialpartnern im Kampf um die Vollbeschäftigung führen. ****

Österreich habe den gewaltigen internationalen Konjunkturrückgang wesentlich besser bewältigt als die meisten anderen europäischen Länder und auch besser als die Krise in den Jahren 1997 bis 1999, sagte Fasslabend. Auf dieser Tatsache dürfe man sich aber nicht "ausruhen". Besondere Anstrengungen seien in den Bereichen der Alters- und Jugendbeschäftigung nötig. "Hier gilt der eherne Grundsatz: Jeder Jugendliche muß nach dem Schulabgang einen Berufsausbildungsplatz finden", so Fasslabend.

Fasslabend kritisierte in diesem Zusammenhang erneut den eklatanten Mangel an Lehrplätzen in Wien und forderte Bürgermeister Michael Häupl sowie die Präsidenten der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Nettig, und Arbeiterkammer, Herbert Tumpel, auf, "diese Schwachstelle zu beseitigen". In Wien habe man dieses Problem bisher "eher oberflächlich bearbeitet. Wenn wir es nicht schaffen, hier kurzfristig eine Verbesserung zu erzielen, dann wird langfristig die Attraktivität des Wiens als Wirtschaftsstandort sinken und die Stadt massive Wettbewerbsnachteile hinnehmen müssen", kritisierte Fasslabend.
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