Arbeitslosigkeit: Junge Menschen kommen vermehrt unter schwarzblaue Räder

"Speed Kills" wird zur wörtlichen Drohung

Wien (SPW) "Die Jänner-Arbeitslosenzahlen belegen abermals die Konzeptlosigkeit der Bundesregierung in Sachen Beschäftigungspolitik. Junge Menschen kommen zunehmend unter die schwarzblauen alles überfahrenden Räder," empört sich die Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ Wien, GR Petra Bayr über die alarmierenden Daten der heute veröffentlichten Arbeitslosenstatistik: Im Vergleich zum Jänner des Vorjahres sind bei den 15-19jährigen 15,8 Prozent, bei den 19-25jährigen gar 21,7 Prozent mehr junge Menschen arbeitslos! "Dabei handelt es sich nicht um Zahlen und Prozente sondern um die Zukunft tausender junger Menschen, die ihrer Zukunftschancen beraubt werden," so Bayr weiter.****

Die Junge Generation der SPÖ Wien fordert als Sofortmaßnahme einen Jugendbeschäftigungsgipfel um schleunigstens auf die anstehenden Probleme angemessen reagieren zu können. "Lösungsmöglichkeiten, um den zigtausenden jungen Leuten, die nun auf der Straße stehen, wieder Hoffnung zu geben, gibt es reichlich! Die schwarzblaue Regierung lässt nur jedes ernstgemeinte Interesse vermissen," ist Bayr überzeugt.

Als kurzfristige Maßnahme schlägt die Junge Generation Wien vor, dass der Bund die Grundausbildung der jungen Menschen durch selbstständige Ausbildungseinrichtungen sichern soll, wo die Möglichkeit besteht, eine Ausbildung bis zum Abschluss zu erlangen. Außerdem muss das Arbeitsmarktservice mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet werden und neue Programme für junge Menschen in der aktiven Arbeitsmarktpolitik starten zu können und es nicht von anderen notwendigen Projekten abziehen muss.

Mittelfristig müssen mehr berufsbildende mittlere und höhere Schulen errichtet werden. "Es kann nicht sein, dass immer noch Jahr für Jahr Tausende SchülerInnen, die die Aufnahmekriterien in eine berufsbildende Schule erfüllen, abgelehnt werden müssen, weil zu wenig Schulplätze zur Verfügung stehen," so die Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ Wien. Auch die Möglichkeit, österreichweit flächendeckend den Hauptschulabschluss nachholen zu können, würde den Einstieg ins Berufsleben für viele junge Menschen erleichtern.

"Was sich ganz besonders drastisch zeigt, ist dass all die Verschlechterungen für Lehrlinge nur den Unternehmen genutzt haben, ebenso wie die über 200 000 000 €, die als Anreiz zum Aufnehmen von Lehrlingen nachhaltig in den Wind geschrieben sind. Die Ausweitung der Arbeitszeit für Jugendliche im Gastgewerbe, die Verlängerung der Probezeit und die Verkürzung der Behaltezeit: das alles hat keinen einzigen neuen Lehrplatz für die Zukunft geschaffen!", so Bayr und abschließend: "Aber von einer Regierung, die als Motto "Speed kills" hat kann ich mir ja nicht erwarten, dass sie sich die Zeit nimmt, auch einmal über die Zukunft von jungen Menschen und des Landes nachzudenken!" (schluss)

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Pressedienst SPÖ Wien

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