Tiroler Innovacell entwickelt zukunftsweisende Zelltherapie

Neues Verfahren zur Behandlung von Harninkontinenz überzeugt Investoren

Wien (OTS) - Das junge Biotech-Unternehmen Innovacell erhält in einer ersten Finanzierungsrunde Unterstützung von einem österreichischen Investorenkonsortium, bestehend aus der Horizonte Venture Management GmbH, der uni venture Beteiligungs AG, der Hypo Equity Management AG, der Tiroler Zukunftsstiftung und der Innovationsagentur. Dadurch wird die Entwicklung revolutionärer neuer Verfahren zur Behandlung von Harninkontinenz ermöglicht.

Die Tiroler Innovacell eine Ausgründung der Universität Innsbruck arbeitet an zukunftsweisenden Therapieverfahren zur Behandlung von Harninkontinenz. Herkömmliche Behandlungsmethoden für diese Erkrankung, die vor allem erhebliche psychosoziale Probleme verursacht, sind sehr kosten- und zeitintensiv und zudem nicht langfristig wirksam. Hier setzt die Innovacell mit ihren Entwicklungen neue Maßstäbe.

Eine wesentliche Ursache für Harninkontinenz ist die Schwächung der Muskulatur des Beckenbodens. Das Verfahren der Innovacell nützt die natürliche Regenerationsfähigkeit der betroffenen Zellen und stellt die Funktionsfähigkeit des geschwächten Schließmuskels wieder her. Dazu werden patienteneigene Zellen in einem unkomplizierten Eingriff entnommen, im Labor vermehrt und mit Hilfe einer speziellen Ultraschallsonde wieder eingepflanzt. Das patentierte Verfahren ermöglicht eine zielgerichtete und schonende Verabreichung der Zellen. In Zukunft wird diese Behandlungsmethode auch in anderen medizinischen Bereichen, wie für die Therapie bestimmter Formen von Herzinsuffizienz, Muskelrekonstruktionen und zur Heilung chronischer Wunden in der plastischen Chirurgie Anwendung finden.

Neben der Entwicklung dieses revolutionären Behandlungsverfahrens arbeitet die Firma auch an der Automatisierung der im Labor durchgeführten Zellvermehrungsschritte eine Methode, die in vielen Bereichen der Biotechnologie Anwendung finden wird. "Weltweit können wir Millionen Menschen mit unserer Entwicklung helfen", ist Richard Westmoreland, CEO von Innovacell, überzeugt. "Mit unserem wissenschaftlich fundierten Konzept und einem überzeugenden Businessplan konnten wir Investoren gewinnen, die auf die Bereiche Biotechnologie und Gewebetechnik spezialisiert sind und daher
über profunde Erfahrungen verfügen", freut sich Westmoreland. Mit den neuen Partnern könne das Unternehmen sein klinisches Programm umsetzen und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der österreichischen und internationalen Biotechnologieszene leisten.

Der Start der Innovacell wurde vom Impulsprogramm Biotechnologie der Innovationsagentur begleitet. Sonja Hammerschmid, Leiterin des Impulsprogramms: "Wir freuen uns besonders über die dynamische Entwicklung des jungen Biotech-Standortes Innsbruck, der durch die Gründung der Innovacell einen weiteren wichtigen Impuls erhält." Gemeinsam mit den lokalen Partner-Institutionen Tiroler Zukunftsstiftung, TechTirol, Attac, der Universität Innsbruck, der Tiroler Wirtschaftskammer und der Tiroler Landesregierung arbeitet die Innovationsagentur intensiv am Aufbau des Life Science Clusters Tirol. Die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in diesem Netzwerk zur Schaffung fruchtbarer Strukturen bestätigt auch Landeshauptmann-Stellvertreter Ferdinand Eberle.

Das ausschließlich österreichische Investorenkonsortium, das auf das aufstrebende Biotech-Unternehmen setzt, besteht aus der Horizonte Venture Management GmbH als Lead Investor sowie der uni venture Beteiligungs AG (ein Tochterunternehmen der BAWAG mit der Innovationsagentur als Managementgesellschaft) und der Bregenzer Hypo Equity Management AG. Weitere Mittel kommen von der Innovationsagentur in Form von Mezzaninkapital. Auch die Tiroler Zukunftsstiftung ist an der Förderung der Innovacell beteiligt.

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Richard M. Westmoreland
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Mag. Wolfgang Haltrich
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