Wiener Abwasserfirmen angeln in Hanoi einen fetten Fisch an Land

Ein weiteres Kooperationsvorhaben, das der Stadt Hanoi reines Trinkwasser und eine gesunde Stadtentwicklung bringen soll

Wien, (OTS) Die 2,6 Millionen Einwohner zählende Stadtmetropole Hanoi wird künftig noch mehr mit Wien in Fragen der Umwelt und Stadtentwicklung kooperieren. Wiens Stadtbaudirektor Gerhard Weber und der Vizebürgermeister von Hanoi haben einen diesbezüglicher Vertrag unterschrieben. Dieses Memorandum of Understanding sieht unter anderen vor, die Errichtung einer Wasseraufbereitungsanlage im Umfang von rund 500 000 Kubikmeter Wasser/Tag sowie die Erstellung und Umsetzung eines eines Stadtentwicklungsplanes. Das Auftragsvolumen geht möglicherweise in die Milliarden, schätzt Weber, der als Delegationsleiter vor der Unterzeichnung vom Bürgermeister Hanois herzlich empfangen worden war. Er betrachtet diese neuerliche Kooperationsbereitschaft als einen sehr wichtigen Schritt für die Entwicklung Hanois und die Wiener Wirtschaft: "Wir haben diese Wirtschaftsbeziehungen über viele Jahre vorbereiten müssen, und endlich haben wir mit diesem neuerlichen Kontakt den Durchbruch geschafft", betonte er gegenüber der Rathauskorrespondenz.

In einem Monat beginnen die Arbeiten zur Sanierung des Hanoier West Sees

Der ähnlich der Alten Donau inmitten der Stadt situierte West Lake ist schon seit Jahrzehnten in einem schlechten Zustand. Wie Studien ergeben haben, ist es möglich durch die Errichtung von Kanälen und einer Kläranlage die Qualität des rund 5,2 Quadratkilometer großen Sees wesentlich zu verbessern. Das erst im Dezember des Vorjahres unterzeichnete Vorhaben hat ein Auftragvolumen von rund 32 Millionen Euro und enthält auch die Errichtung einer kleinen 30 000 Kubikmeter umfassenden Trinkwasseraufbereitungsanlage. Ein Firmenkonsortium, bestehend aus VATECH Wabag und Wien Kanal Abwassertechnologien werden hauptsächlich mit vietnamesischen Baufirmen agieren, so werden die Kanalbauarbeiten ausschließlich von Vietnamesischen Arbeitern durchgeführt, Maschinen und Infrastruktur wie zum Beispiel Pumpen, Steuerungen, Rechen und Lüfter sowie das Umwelttechnologie - Know How kommen von den heimischen Firmen, die auch eine Dutzendschaft von Mitarbeitern für die Sanierung des West Lakes einsetzen wird.

Auch die Europäische Union leistet in Asien Entwicklungshilfe - Sustain Hanoi heißt das Förderprojekt

Sustain Vietnam - was soviel wie nachhaltige Entwicklung von Hanoi bedeutet, - wird eine Studie genannt, die den derzeitigen Status der Bevölkerung und der verschiedenen Umwelteinflüsse erhebt, soll darüber Aufschluss geben, was nötig ist, um Vietnams Hauptstadt eine gute Zukunft zu sichern. Dabei geht es zum Beispiel um die Frage der Entwicklung des Tourismus, oder der Frage von Verhaltensänderungen der Bürger in Hinblick auf Umweltschutz bzw. Umweltverschmutzung. Damit einhergehend wird eine Informations- und Schulungskampagne von Mitarbeitern der MA 30 (Wien Kanal) organisiert und durchgeführt, die auf die Problematik verschiedener umweltschädigender Verhaltensmuster aufmerksam macht und gleichzeitig Verhaltensänderungen vorschlägt, die sich nachhaltig auf die Umweltsituation Hanois sehr positiv auswirken würde. Wien Kanal -Chef Helmut Kadrnoska, hat im Rahmen eines Lokalaugenscheins die schlechte Wasserqualität des West Sees nicht zuletzt auf Fäkalien und Industriewässern, die ungeklärt und ungefiltert eingeleitet würden, zurück geführt. Die Förderung der Europäischen Union beträgt 500 000 Euro, das Projekt kostet insgesamt annähernd 800 000 Euro. Begleitet bzw. unterstützt wird das Projekt von der italienischen Stadt Treviso und der schwedischen Stadt Tdals Ed sowie von der Stadt Hanoi
(Asia Urbs heißt das gesamte Entwicklungsprogramm der EU für Asien!)

Ein weiteres Projekt heißt Asian Urbs und beabsichtigt, vor allem die urbanen Regionen von Asien weiter zu entwickeln. Diesbezügliche Förderleistungen seitens der Europäischen Union würden derzeit intensiv überlegt, wobei wieder Wiener Firmen bei der Umsetzung von verschiedenen Einzelprojekten zum Zug kommen sollten, heißt es von Seiten der Wiener Baudirektion.

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