Vladyka: Unfallrentenbezieher müssen mit kräftigen Nachzahlungen rechnen

Regierung hat sozialpolitisches Augenmaß längst verloren

St. Pölten, (SPI) - Die Neubestimmungen für Unfallrentenbezieher waren von Anfang an umstritten und ihnen waren heftige Proteste der Sozialpartner sowie seitens der SPÖ vorangegangen. Seit ersten Jänner letzten Jahres ist die Besteuerung der Unfallrenten traurige Realität. Die Sozialsprecherin der SPNÖ LAbg. Vladyka warnt nun betroffene Familien vor möglichen Steuernachzahlungen: "Die Situation für Betroffene, die keine Pension beziehen, wie z.B. erwerbstätige Unfallrentner, hat sich gravierend verschlechtert. Sie wurden bis jetzt nicht voll besteuert, müssen jedoch künftig mit kräftigen Steuernachzahlungen rechnen. Diese Bestimmung trifft alle, deren monatliche Rente mehr als 501,44 Euro beträgt. Die rücksichtslose Härte mit der gegen sozial Schwache in unserem Land vorgegangen wird ist erschütternd. Schließlich ist jeder Unfallrentner ein Härtfall und jedes Einzelschicksal spreche für sich. Man soll Menschen, die es ohnehin nicht leicht haben im Leben, nicht noch zusätzlich bestrafen. Das ist zutiefst unmenschlich und asozial."****

Der ÖGB ließ bereits im Dezember letzten Jahres aufhorchen, indem er darauf hinwies, dass in Einzelfällen eine Nachzahlung von bis zu 7.200 Euro und mehr drohen. LAbg. Christa Vladyka fügt dem hinzu:
"Unfallrenten sind Schadenersatzleistungen und daher ohnehin als Nettobetrag kalkuliert. Es ist schwerlich einzusehen, warum private Schadenersatzleistungen steuerfrei sind, die Unfallrentner jedoch zur Kasse gebeten werden."

"Mittlerweile werden auch so manche Herren in der Regierung bereits bemerkt haben, dass diese Regelung neben einem beträchtlichen Mehraufwand an Verwaltung auch eine unterschiedliche Klassifizierung von Unfallrentnern mit sich zieht. Es ist schon bedauernswert und ernüchternd zugleich, dass diese Regierung jegliches sozialpolitisches Augenmaß längst verloren hat", so die Sozialdemokratische LAbg. Vladyka abschließend.
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