FORMAT: Grüne formulieren Bedingungen für Koalition mit SPÖ

Pilz: "Inhaltlich müssen wir uns noch genauer vorbereiten"

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin FORMAT (Montagsausgabe)formuliert der grüne Abgeordnete Peter Pilz erste Bedingungen für eine Koalition mit der SPÖ nach der nächsten Wahl. Pilz: "Gusenbauer soll so wie wir garantieren, dass der Kauf von Abfangjägern storniert wird. Und er soll garantieren, daß bei rot-grün der Paragraph 209 des Strafgesetzbuches mit sofortiger Wirkung gestrichen wird. Wir werden mit der SPÖ aber auch diskutieren müssen, dass die zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten gerade von SPÖ-Bürgermeistern nicht aufgestellt werden. Rot-grün wird nicht an der Pack enden."

Gleichzeitig unterstützt er die Kritik von Johannes Voggenhuber an der mangelnden inhaltlichen Ausrichtung der Grünen und verurteilt die Kritik einiger Abgeordneter an Voggenhuber: "Die Andeutungen, seine Kritik könnte ihn um sein Mandat bringen, halte ich für entbehrlich. Inhaltlich müssen wir uns einfach noch genauer vorbereiten. Wir haben Ideen. Jetzt müssen wir aus ihnen konkrete realisierbare Projekte für eine Legislaturperiode entwickeln. Wir brauchen das Programm für die grüne Wende." Pilz weiter: "Aber jetzt geht es um Programm und Opposition und nicht um Regierungsverhandlungen. Nichts wäre dümmer, als vor lauter Ministerlisten auf die Politik zu vergessen." Auf die Frage nach der zuletzt aufgekommenen Kritik, dass Grüne Abgeordnete zu stark mit der "Kronen-Zeitung" kooperieren, sagt Pilz: "Wenn ein grüner Gemeinderat gegen eine Mülldeponie kämpft und die Krone mit Foto berichtet, wäre es ja Unsinn, das nicht zuzulassen. Aber
wenn die Krone Geschäfte vorschlägt: Grüne posieren auf der Titelseite und halten dafür den Mund, dann haben wir dort nichts verloren."

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