FMK-Barmüller: Mobilfunk nicht dem Parteienzwist opfern

Politische Forderungen in Sachen Mobilfunk werden bereits vielfach freiwillig umgesetzt

Wien (OTS) - "Dass der Entschließungsantrag der Grünen in Sachen Mobilfunk-Petition heute im Parlament keine Mehrheit fand, ist ein Akt der Vernunft. Schließlich werden darin nicht nur illusorische und wissenschaftlich nicht untermauerte Grenzwerte verlangt, die die Errichtung eines flächendeckenden Netzes unmöglich machen, die zugrundeliegende Petition weist auch ein überzogenes Risikobewusstsein und fehlende Bereitschaft auf, die Erkenntnisse neuester wissenschaftlicher Studien anzuerkennen, wenn es um das Thema Mobilkommunikation und Gesundheit geht", erklärte heute der Geschäftsführer des Forum Mobilkommunikation Thomas Barmüller und fügte hinzu: "Auf der anderen Seite kommen Mobilfunkbetreiber und Industrie vielen Forderungen, wie sie auch die Entschließung enthält, auf die sich die Regierungsparteien im Verkehrsausschuss geeinigt haben, mit konkreten Maßnahmen bereits entgegen."

So würden z.B. neue Handys seit Anfang des Jahres in den Bedienungsanleitungen den sogenannten SAR-Wert anführen, der die Maßeinheit für die Funkwellen darstellt, die der Körper beim mobilen Telefonieren aufnimmt. Diese Werte seien für alle öffentlich zugänglich, da sie auch auf den Web-Sites der Herstellerfirmen zu finden seien. Auch das FMK informiert auf Anfrage gerne über dieses Thema. "Die Einführung einer einheitlichen Kennzeichnung der Mobiltelefone hinsichtlich der Intensität der von ihnen ausgesandten elektromagnetischen Felder macht aber sicherlich nur im Rahmen einer europaweiten Regelung Sinn", erklärte Barmüller weiter.

Hinsichtlich der geforderten stärkeren Information der Bevölkerung im Rahmen des Netzausbaus gebe es bereits seit Oktober vorigen Jahres eine schriftliche Vereinbarung mit dem Österreichischen Gemeindebund, die in der Umsetzung gut funktioniere. Diese Vereinbarung regle einen offenen und transparenten Informationsaustausch, der ein wichtiger Schlüssel zur Vermeidung von Konflikten ist. Mit dem Städtebund befinde man sich wegen einer ähnlichen Vereinbarung bereits in Gesprächen, so Barmüller.

"In Sachen Site-Sharing sind die Mobilfunkbetreiber gerne bereit, über den aktuellen Stand der Umsetzung zu berichten. Zu wenig bekannt ist aber hier die Tatsache, dass der gemeinsamen Nutzung von Standorten oft nicht nur funk- und bautechnische Gründe entgegen stehen, häufig stoßen die Betreiber auch auf andere Hindernisse. So fürchten manche AnrainerInnen, dass mehrere Antennen von verschiedenen Betreibern an einem Standort gesundheitliche Belastungen durch elektromagnetische Felder bedeuten könnten. Überdies erfordern solche gemeinsam genutzten Standorte aus funktechnischen Gründen sehr hohe Anlagen, was sich oftmals aus Gründen des Ortsbildschutzes nicht machen lässt", Barmüller dazu.

Was ein bundeseinheitliches Immissionsschutzgesetz betrifft, begrüßt Barmüller "grundsätzlich jede Regelung, die auf Basis der aktuellen und international anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnisse über elektromagnetische Felder zustande kommt. Allerdings gibt es schon jetzt österreichweit geltende Vorsorgewerte, die auf dem Schutzkonzept von WHO und EU basieren. Das hat Bundesministerin Dr. Monika Forstinger in einem Schreiben an das FMK erst vor kurzem bestätigt."

Rückfragehinweiws: Mag. Thomas Barmüller
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Mag. Thomas Faast
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