FSG-Bachner: Viele Skandalfrächter tragen blaues Mascherl

Frächter beuten in- und ausländische Fahrer aus

Wien (FSG). "Der Frächterskandal hat weder ein in-, noch ein ausländisches Mascherl. In jedem Fall liegt Ausbeutung und Sozialbetrug vor", wendet sich die Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen, Roswitha Bachner, gegen die Versuche der FPÖ, auch hier gegen Ausländer vorzugehen. Bachner:
"Wenn diese Frächter ein Mascherl tragen, dann sicher ein blaues."++++

"Wenn es nicht so politisch gefährlich wäre, könnte ja zur Tagesordnung übergegangen werden. Egal ob es sich um Temelin oder die EU-Erweiterung handelt, die FPÖ findet immer wieder zu ihrer bereits standardisierten Ausländerhetze zurück", stellt Bachner fest. So auch beim Frächterskandal. Plötzlich geht es nur mehr um die illegale Beschäftigung von Ausländern und wie diese von den Frächtern schamlos ausgebeuteten Menschen abgeschoben werden können. Die FSG-Bundessekretärin: "Keine Rede von der gnerellen Ausbeutung der Fahrer, keine Rede vom Sozialbetrug und schon gar keine Rede von von der verdächtigen Nähe einiger Skandalfrächter zur FPÖ."

Bachner: "Beim Frächterskandal und beim Schwarzunternehmertum geht es um Sozialbetrug in einem noch nie gekannten Ausmaß. Dieser Sumpf kann nur trocken gelegt werden, wenn endlich eine schlagkräftige Einsatztruppe geschaffen wird, wenn Sozialbetrug nach dem Strafgesetz geahndet wird und wenn es völlig egal ist, ob dieser Betrug an einem in- oder ausländischen Arbeitnehmer begangen wurde."

Für die FSG-Bundessekretärin ist es daher besonders wichtig, dass schnellstens mit einer Reihe von Maßnahmen vorgegangen werde. Bachner: "Wir müssen in Österreich rigoros gegen diese Praktiken vorgehen. Wir brauchen einheitliche EU-Regelungen und wir müssen die EU-Erweiterung so gestalten, dass es schnellstens zu einer Angleichung des Sozial- und Arbeitsrechtes der Beitrittswerber mit dem EU-Recht kommt und dass das enorme Einkommensgefälle rasch verringert wird. Aber dazu haben Haider, Westenthaler und Co. bisher noch keinen brauchbaren Beitrag geliefert. Fragt sich da nur, wen sie mit ihrer Inaktivität schützen wollen."

FSG, 31. Jänner 2002 Nr. 12

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