Waneck: Bessere Kosten- und Leistungstransparenz bei Privatkrankenanstalten

Neue Fondsfinanzierung ist ein wesentlicher Meilenstein für Einbeziehung der Privatkrankenanstalten in die gemeinsame Angebotsplanung

Wien (BMSG/OTS) - Als einen "wesentlichen Meilenstein" für eine gemeinsame Angebotsplanung im Spitalsbereich, in der nun auch Privatkrankenanstalten eingebunden werden können," bezeichnet Gesundheitsstaatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck das gestern im Nationalrat beschlossene Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfondsgesetz. Private Spitäler (Fondskrankenanstalten) werden in den Jahren 2002 bis 2004 von einem Fonds leistungsorientiert abgerechnet. Diese leistungsorientierte Abrechnung erfolge ungewichtet aufgrund der gemeldeten Diagnosen und Leistungen des österreichweit gleichen LKF-Schemas, so Waneck.

Wurde für die meisten bettenführenden öffentlichen und privaten gemeinnützigen Krankenanstalten bereits ab 1. Jänner 1997 verbindlich eine leistungsorientierte Abrechnung eingeführt, ist bisher im Bereich der privaten Spitäler nach wie vor nach Pflegetagen abgerechnet worden. Das bedeutete, dass die privaten Krankenanstalten, unabhängig von der erbrachten Leistung, pro Pflegetag einen bestimmten mit den Sozialversicherungen ausverhandelten Pauschalbetrag erhielten. Damit wurde das größtenteils ausgewogene Verhältnis zwischen öffentlichen und privaten Spitälern, die sich einander seit jeher medizinisch ergänzten, beeinträchtigt. "Aufgrund der neuen Gesetzeslage kann nun im Bereich der privaten Spitäler eine Erhöhung der Kosten- und Leistungstransparenz erreicht werden, außerdem ermöglicht dies nun auch die längst überfällige Einbeziehung der Privatspitäler in eine gemeinsame Angebotsplanung" betont Waneck.

Weiters könne durch das leistungsorientierte Finanzierungssystem eine Optimierung des Ressourceneinsatzes in den Spitälern und damit vor allem eine langfristige Eindämmung der Kostensteigerungsraten im Bereich der privaten Krankenanstalten erwartet werden. Vor allem die Transparenz der Leistungserbringung im Rahmen der leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung bedeute die Voraussetzung für eine systematische Qualitätsarbeit. "Wesentlich ist, dass die Sicherstellung einer hochqualifizierten Behandlung nach modernsten Methoden in einem patientenorientierten Gesundheitssystem gewährleistet ist," schloss Waneck.
(Schluss) gs nnn

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