Bures: Bedenkliche Nähe der FPÖ zum Frächter-Skandal

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures sieht "eine bedenkliche Nähe" der FPÖ zu den mutmaßlichen Akteuren im Frächter-Skandal. Das betreffe sowohl das Unternehmen der Brüder Kralowetz als auch den Salzburger Frächter Augustin, gegen den 30 Verfahren wegen illegaler Beschäftigung anhängig seien. "Sowohl Rainer Kralowetz, der Chef der Kralowetz GmbH, als auch Karl Augustin stehen in einem Naheverhältnis zur FPÖ. Beide sind Funktionäre im Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender", sagte Bures. Sie forderte auch, dass geprüft werde, ob es Parteienfinanzierung für die FPÖ von den der illegalen Beschäftigung verdächtigten Frächtern gab. "Die Rosenstingl-Vergangenheit der FPÖ ist offenbar nicht überwunden", meinte Bures am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bures wies außerdem darauf hin, dass die FPÖ bisher im Parlament vor allem als "Frächter-Lobby" in Erscheinung getreten sei. Von den sechs Mitgliedern der Freiheitlichen im Verkehrsausschuss kämen zwei aus der Frächterbranche. "Sowohl FPÖ als auch ÖVP haben bis heute strengere Gesetze gegen Schwarzunternehmertum verhindert", sagte Bures.

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin betonte, dass aus dem Frächter-Skandal "die richtigen Schlüsse" gezogen werden müssen. Die Kernforderung der SPÖ ist die Etablierung einer effizienten Behörde, die Kontrolltätigkeiten übernehmen soll. Zudem fordert die SPÖ eine sofortige Anmeldung in der Sozialversicherung bei Arbeitsantritt. "Sozialbetrug darf kein Kavaliersdelikt sein, sondern muss auch strafrechtliche Konsequenzen haben", betonte Bures. Außerdem sollen die wirtschaftlichen Vorteile von jenen, die aus illegaler Beschäftigung Vorteile ziehen, abgeschöpft werden können. (Schluss) wf

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