Außenpolitische Tölpelhaftigkeit droht Österreich als Sitz der Alpenschutzkonvention zu verhindern

Wien (SK) "Innsbruck wäre ein idealer Sitz für das Sekretariat der Alpenschutzkonvention, weil sowohl die Infrastruktur wie die Nähe zur Universität, die bereits jetzt viele alpine Forschungsgebiete abdeckt, beste Voraussetzungen bieten. Die geplante Errichtung eines alpinen Kompetenzzentrums hätte der Bewerbung um diesen Sitz noch den letzten Schub gegeben," meinte die SPÖ-Abgeordnete Gisela Wurm am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Wurm kritisierte das kontraproduktive Vorgehen der Regierung in dieser Causa. ****

"Durch die unsägliche und tölpelhafte Außenpolitik der blau-schwarzen Bundesregierung, durch europaweit hörbare Rülpser des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider und durch die ungebremste Bauwut des zukünftigen Landeshauptmanns Bürgermeister van Staa, befürchte ich, dass unsere Karten, die anfänglich 1995 sehr gut waren, nun deutlich schlechter geworden sind."

"Die Mitbewerber Lugano, Bozen und Grenoble haben ebenfalls europäisches Format und Gewicht. Da alle Bewerber die Stimmen Europas brauchen, wir Österreicher aber eine international diskreditierte Regierung haben, befürchte ich, dass wir trotz bester lokaler Bedingungen nicht zum Zug kommen. Dass ausgerechnet der Innsbrucker Bürgermeister van Staa angekündigt hat, dass für ihn der Gletscherschutz kein Tabu mehr ist und dass er den Ausbau von Schiliften wie zum Beispiel die Geländekammer Pirchkogel im Kühtai und anderen Liftprojekte forcieren würde, ist total kontraproduktiv für die Bewerbung um den Sitz des Sekretariats der Alpenschutzkonvention. Solche Natur zerstörenden Aussagen sind mir von keinem Bürgermeister der mitbewerbenden Städte bekannt," schloss Wurm bedauernd. (Schluss) up/mp/mm

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