Postbusgewerkschaft: Schwarze Schafe auch im Busgewerbe

Viele Fahrer sind nicht angemeldet

Wien (GPF/ÖGB). Anlässlich des aktuellen Frächterskandals weist der Vorsitzende des Zentralausschusses der Österreichischen Postbus AG, Robert Wurm, darauf hin, dass nicht nur in der Güterbeförderung, sondern auch in der Busbranche dem Staat Österreich Millionen aus Sozialabgaben und Lohnsteuer vorenthalten werden.++++

Große Busunternehmen wie Postbus, Bahnbus, Wiener Linien, Dr. Richard etc. haben alle Lenker angemeldet. Dadurch aber, dass andere Busunternehmen einen Teil der Lenker nicht anmelden, entsteht natürlich für seriöse Busunternehmen ein großer Wettbewerbsnachteil. Wurm: "Diese Missstände könnte man leicht abstellen, indem einerseits beim Verkehrsamt angefragt wird, wie viele Busse in jeder Firma tatsächlich angemeldet sind und andererseits bei den Sozialversicherungen Erkundigungen eingeholt werden, wie viele ArbeitnehmerInnen in diesem Bereich angemeldet sind. Ein Vergleich beider Listen würde demnach sofort die 'schwarzen Schafe' herausfiltern.

"Wenn beispielsweise ein Busunternehmen zwar zehn Omnibusse angemeldet hat, aber nur zwei Lenker bei der Sozialversicherung meldet, wäre es sicher interessant zu erfahren, wer mit den restlichen acht Bussen unterwegs ist", so Wurm abschließend.(ff)

ÖGB, 31. Jänner 2002
Nr. 091

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