Herr Präsident Blecha: Ist das ein Stil für erfolgreiche Seniorenarbeit?

Wien (OTS) - Der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes Stefan Knafl wendet sich entschlossen gegen die Vorgehensweise und den Stil von Karl Blecha:

Die politische Diskussion, wie sie Karl Blecha versteht, wird mit den Worten "Pensionsraub" und "Raubzug" geführt und das Bild vom "Rentenklau", der in den 50er-Jahren für sozialen Unfrieden und Streit stand, zeigt keinerlei sachlichen Ansatz sondern zündelt mit Emotionen, wie wir sie für eine gereifte demokratische Interessenvertretung auch zwischen politischen Gegnern vergessen glaubten.

Karl Blecha scheint kaum mehr Argumente zu haben, denn jetzt läuft er verbal Amok und gefährdet damit die bisher mögliche sachliche Diskussion.

Die Senioren leisten einen großen Beitrag zur Beendigung der jahrzehntelangen Schuldenpolitik der sozialdemokratischen Regierungen

- diese war und ist leider auch noch weiterhin der größte Feind der Pensionssicherung.

Wo bleibt eine seriöse Argumentation zum Thema Höhe der Pensionen, Pensionsentwicklung, usw. ?

Es ist angesichts der steigenden Zahl der Pensionisten, der höheren Lebenswartung, der geringeren Zahl von Beitragszahlern und weiterer Faktoren längst von allen Experten jeder politischen Ausrichtung unbestritten, dass auch die Senioren einen Beitrag zur Sicherung des Pensionssystems leisten müssen.

Bei der Suche nach sachgerechten Lösungen stehen die Interessenvertreter der Senioren einer fast geschlossenen Meinung in der Gesellschaft, in den Medien und der Politik gegenüber, die bereit ist, ungerechte und einseitige Benachteiligungen für die ältere Generation in Kauf zu nehmen.

Aber auch große Institutionen tragen wenig Konstruktives bei: Was leistet z.B. der ÖGB mit seinen über 260.000 Pensionisten als beitragszahlenden Mitgliedern für deren Interessen? Es erfolgt höchstens eine Resolution oder eine Diskussion, aber keine nachhaltige Unterstützung für ihre Mitglieder.

Und die jetzigen Pensionisten müssen die Auswirkungen der verfehlten Budgetpolitik der Sozialisten erleiden. Eine Schuldenpolitik die der wahre Feind der langfristigen Pensionssicherung darstellt und alle - auch die Jungen - voll belastet. Damit musste einmal Schluss gemacht werden ! Es ist daher abzulehnen, in welcher Art, in welchem Ton und in welchem Stil der Präsident des Pensionistenverbandes Österreich Karl Blecha agiert! Und das an dem Tag, an dem im Bundessenioren-beirat mitgeteilt wurde, dass im Einvernehmen aller Parteien die Alterssicherung als Grundrecht in der Bundesverfassung verankert werden soll.

"Jeder weiß, der mich kennt: Ich bin für harte Diskussion und konsequente Vertretung der Senioreninteressen - aber gegen die Art und Weise einer solchen Argumentation.

Das lehne ich grundsätzlich ab !"

Knafl macht abschließend darauf aufmerksam, dass diese Form der politischen Auseinandersetzung einer positiven Zusammenarbeit auch im Österreichischen Seniorenrat sicher nicht dienlich ist.

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Österreichischer Seniorenbund
Mag. Michael Schleifer
Tel.: (01) 40126/154

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