Stadt Wien startet Bio-Offensive für Schulen und Kindertagesheime

Erfolgreiche Zwischenbilanz eines rot-grünen Projekts

Wien, (OTS) "Die Bio-Offensive der Stadt Wien geht weiter verstärkt voran: In den nächsten Wochen wird es Bio-Menüs in den Schulen geben, ab Ende des Jahres können die Kinder in Wiens Kindertagesheimen Bio-Essen mit einem 30%-Bio-Anteil genießen", präsentierten Wiens Konsumentenschutzstadträtin Mag. Renate Brauner (SPÖ), GRin Dr. Sigrid Pilz (Grüne) und GRin Sonja Kato (SPÖ) eine erfolgreiche Zwischenbilanz eines Rot-Grünen Projekts für Wien.****

"Wir in Wien sehen biologische Lebensmittel als ein grundlegendes Prinzip der Ernährung und als ein ganz wichtiges Thema für die Zukunft. Deshalb haben wir uns bemüht, hier möglichst rasch Fortschritte zu erzielen und können heute eine tolle Zwischenbilanz vorlegen. Die Stadt Wien bekennt sich somit eindeutig zu ihrer Verantwortung, in ihren Einrichtungen gesundes, biologisches und gutes Essen zu servieren", so Brauner, die dieses Projekt auch als ein erfolgreiches Beispiel für die "gute rot-grüne Zusammenarbeit" wertet.

Wie GRin Sigrid Pilz ausführte, werde es in den nächsten Jahren zwei Modelle geben, wobei eines für die Schulen und eines für die Kindergärten zutreffe: "30 Prozent haben wir uns für den Beginn für alle Einrichtungen vorgenommen. Diesen Anteil wollen wir in den kommenden Jahren sogar noch bis zu 50 Prozent weiter steigern." Bei Schulen werde dies durch 100-Prozent Bio-Menüs an einzelnen Tagen, in den Kindertagesheimen durch einen permanenten 30-prozentigen Bio-Anteil in allen Speisen schaffen.

In den letzten Jahren wurde das Vertrauen der KonsumentInnen in die Lebensmittelproduktion immer wieder nachhaltig gestört. SPÖ und Grüne sind sich dahingehend einig, dass in der Zukunft einer der wichtigsten Wege für eine nachhaltige Landwirtschaft und sichere Lebensmittel im Bereich der biologischen Landwirtschaft liegt. Gerade einem Großeinkäufer wie der Stadt Wien mit seinem Nach-fragepotenzial kommt dabei eine besondere Verantwortung zu. Das rot-grüne Projekt "Biolebensmittel" verfolgt daher folgende Ziele:

o Weitgehende Versorgung mit gesundem, biologischem und gutem
Essen in den städtischen Institutionen.
o Durch den Nachfrageimpuls der Stadt Wien soll die biologische Landwirtschaft in Österreich weiter anwachsen. Biologische Lebensmittel sollen auch kostengünstiger angeboten werden wie bisher.
o BIO für ALLE, nicht nur für Reiche. Die Mehrkosten für die Kinder, PatientInnen etc. sollen sich durch die Bio-Steigerung
in Grenzen halten bzw. überhaupt nicht anfallen.

BIO in Wiener Institutionen - Status Quo -und nächste Schritte

o Schulen

"Die Stadt Wien ist schon immer bemüht gewesen, den Kindern eine optimale, nahrhafte und geschmackvolle Essensversorgung anzubieten. Mit der Einführung von Biomenüs gehen wir noch einen Schritt weiter:
Künftig gibt es an Wiener Schulen gutes und gesundes Bio-Essen für unsere Kinder. Denn die Schulen erhalten ab nächstem Semester die Möglichkeit, an bis zu 3 Tagen pro Woche Biomenüs zu bestellen", zeigte Sonja Kato den unmittelbaren Start für Wiens Schulen auf.

Bei rund 15.000 Wiener SchülerInnen an 93 Schulstandorten mit etwa 185 Schultage pro Jahr werde jedem klar, um welche Dimensionen und um welchen Paradigmenwechsel es hier gehe. Für die Stadt Wien bedeute Bioessen nämlich auch Nahrungsmittel aus biologischem Anbau und - wo immer es möglich ist - aus österreichischer Produktion, stellte Kato klar.

Die EU-weite Ausschreibung für die Lieferung von Biomahlzeiten an Wiener Schulen erfolgte übrigens bereits vor etwa einem Jahr, dem 16.2.2001. Gewonnen haben die Ausschreibung für die Verpflegung der 93 Wiener Schulen (Volks-, Haupt- und Sonderschulen) die Firmen GOURMET (Tiefkühl) und GFG (Kühlkost).

Dass gut und gesund aber nicht gleich teuer sein muss, zeige sich auch an den Preisen: Auch wenn ein "Bio-Tag" durchschnittlich 25 Prozent teurer ist als ein "Nicht-Bio-Tag", so schlägt sich dies nur mit etwa 0.12 Euro täglichen Mehrkosten zu Buche. "Damit ist sichergestellt, dass sich alle Schülerinnen und Schüler ihr gesundes Mittagessen leisten können", so Kato, die auch auf den großen Beitrag Wiens für die heimische Biowirtschaft hinwies.

o Kindertagesheime

Einen echten Meilenstein setzten SPÖ und Grüne bei der Versorgung der Wiener Kindertagesheime, stellte Pilz klar: "Ab Jänner 2003 wird in allen Wiener Kindertagesheimen das Essen einen Bio-Anteil von 30 % aufweisen, der im Laufe von 5 Jahren auf 50 % angehoben wird." Eine entsprechende Ausschreibung wurde bereits im Amtsblatt veröffentlicht. Auch in den anderen städtischen Einrichtungen soll der Bio-Anteil im Essen konsequent angehoben werden. "Die Stadt Wien bekennt sich somit eindeutig zu ihrer Verantwortung, in ihren Einrichtungen gesundes, biologisches und gutes Essen zu servieren", so Pilz.

Bei der Versorgung der Kindertagesheime der Stadt Wien gelang der rot-grünen Zusammenarbeit ein echtes Vorzeigemodell. Mit Unterstützung einer Projektgruppe mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen der Stadt Wien (MA 11A, Umweltanwaltschaft, Klimaschutzkoordinationsstelle, Öko-Kauf, Krankenanstaltenverbund, Ludwig-Boltzmann-Institut für biologischen Landbau etc.) wurden Ende 2001 die Ausschreibungsunterlagen fertig gestellt, die inzwischen im Amtsblatt veröffentlicht wurden.

Kernelement der Ausschreibung ist die Steigerung des Anteils der biologischen Lebensmitteln in den Kinder-Menüs von 30 %
(1. Lieferjahr) auf 50 % (5. Lieferjahr). Die erste Lieferung des neuen Essens ist bereits für Anfang September (spätestens 1.1.2003) geplant. Anders als bei den Schulen werden keine
100 %-Bio-Menüs geliefert, die wahlweise geordert werden können. BIO wird als Grundsatz für alle Speisen verankert.

Der Bio-Anteil bestimmt sich als wertmäßiger Anteil an der Summe aller Anschaffungspreise, Beobachtungszeitraum ist jeweils das Kalenderjahr.

Die Ausschreibung umfasst die Versorgung mit Mittagessen für rund 30.000 Kinder an etwa 370 Standorten.

Weitere Informationen:

o Gemeinsame Projekte von SPÖ und Grünen:

www.wien.gv.at/ma53/rkspez/2001/14/index.htm

(Schluss) sl

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