Blecha für Einbeziehung wertschöpfungsbezogener Elemente

Faktor Arbeit muss europaweit entlastet werden

Wien (SK) Zur neu aufflammenden Diskussion über die Finanzierung der Sozialabgaben meldete sich heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, zu Wort. "Die Wertschöpfung erfolgt in zunehmenden Maße durch kapitalintensive Betriebe, die wenig Beiträge an die Pensions- und Krankenversicherung leisten. Andererseits muss der lohnintensive Bereich überdurchschnittlich für die soziale Sicherheit in Österreich aufkommen, weil die einzige Bemessungsgrundlage für Sozialleistungen die Löhne und Gehälter darstellen. Daher müssen endlich - 13 Jahre nach dem ersten Gesetzesentwurf, den Minister Dallinger vorgelegt hat - wertschöpfungsbezogene Elemente in die Finanzierung des gesamten Sozialsystems eingebaut werden", stellte Blecha fest. ****

"Der Faktor Arbeit muss entlastet und der Faktor Kapital stärker in die Berechnungen einbezogen werden", forderte Blecha und sprach sich für eine EU-weite Initiative aus. Die Mitgliedsländer wurden von der EU-Zentrale kürzlich aufgefordert, "Strategiepläne" für ihre Rentensysteme einzubringen. In diesem Zusammenhang erinnerte Blecha, der auch Präsident der Europäischen Senioren-Organisation (ESO) ist, daran, dass bereits der Kongress der Europäischen Pensionisten im Februar 2000 in Brüssel auf österreichischen Antrag einstimmig die europaweite Einführung von Wertschöpfungsabgaben gefordert hat. (Schluss) ns/mp

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