DER STANDARD-Bericht: "Von ORF-Generalin "brüskiert" - Protestresolution der Redakteure - Klagen gegen Westenthaler" - Erscheinungstag 30.1.2002

Wien (OTS) - "Brüskiert" fühlen sich die ORF-Journalistenvertreter nach eigenem Bekunden von der neuen Generaldirektorin Monika Lindner. 200 von ihnen, teils eingeflogene Korrespondenten und Kollegen aus den Bundesländern, warteten Dienstag auf eine Stellungnahme Lindners zu jüngsten Auseinandersetzungen mit der FPÖ. Die Generalin ließ sich während der Sitzung überraschend entschuldigen.

Erstmals seit 30 Jahren, hieß es nach dem Treffen, habe ein ORF-Chef bei der zweimal jährlich stattfindenden Sitzung des Redakteursausschusses gefehlt. In einer - internen -Protestresolution drücken die Teilnehmer nach Standard-Informationen ihr "Befremden" aus. Stellung nahm Lindner dazu zunächst nicht. Sie war Dienstagvormittag bei der Auftaktveranstaltung der Medienbehörde KommAustria für Digital-TV. "Ein schon lange fixer Termin", hieß es auf Anfrage.

Klare Worte erwarteten die Journalisten zur Beschwerde Jörg Haiders gegen eine "ZiB"- Analyse und zum Interventionsversuch Peter Westenthalers bei "Betrifft". Den FP- Klubchef wollen Redakteursräte nun mit Unterstützung des Redakteursausschusses klagen: Westenthaler bezeichnete sie gegenüber dem Standard als "ein paar Irre".

Von der FPÖ werden unterdessen neue Personalwünsche für die Wahl des ORF- Managements am 8. Februar kolportiert.

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