Ferrero-Waldner trifft Kofi Annan zu Arbeitsgespräch in Wien

UN-Standort Wien soll gestärkt werden

Wien (OTS) - "Ich freue mich VN-Generalsekretär Kofi Annan bei seinem ersten Europabesuch nach Verleihung des Friedensnobelpreises in Österreich begrüßen zu dürfen und ich schätze diesen Besuch als Zeichen der Freundschaft", so Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute nach ihrem Arbeitsgespräch mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan.

"Generalsekretär Annan ist erst vorgestern von Gesprächen in Pakistan, Afghanistan und dem Iran zurückgekehrt, die natürlich auch Inhalt unserer Unterredung waren. In diesem Zusammenhang habe ich den VN-Generalsekretär heute ersucht, im Lichte der verstärkten Bekämpfung des Terrorismus vor allem auch die in Wien existierenden VN-Strukturen und Kapazitäten zu stärken", so Ferrero-Waldner.

Das im "Vienna International Center" angesiedelte VN-Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung (ODCCP) besitzt eine weltweit einmalige Expertise im Kampf gegen Drogen und organisiertes Verbrechen, die auch bei der Bekämpfung des internationalen Terrorismus von besonderer Bedeutung ist. Derzeit sind Diskussionen im Gange, wie etwa das ODCCP zu den Anstrengungen der VN im Kampf gegen den Terrorismus beitragen kann und wie es die VN-Mitgliedstaaten bei der nationalen Umsetzung der 12 Antiterrorismuskonventionen unterstützen kann. Ferrero-Waldner unterstrich: " Ich freue mich, dass auch der UN-Generalsekretär für eine nachhaltigen Unterstützung dieser Einheiten eintritt" und fügte hinzu, dass der VN-Sicherheitsrat in der Folge des 11. September in seiner Resolution 1373 den engen Zusammenhang zwischen Terrorismus auf der einen und Drogen, organisierte Kriminalität, Menschenhandel und Geldwäscherei - alles Themen der Wiener VN-Einheiten - auf der anderen Seite bestätigte.

Ein wesentliches Thema der Gespräche war Afghanistan:"Wir waren uns einig, dass es sicherlich eine der Hauptaufgaben für die Internationale Gemeinschaft, besonders natürlich auch für die EU, sein wird, die afghanische Interimsverwaltung dabei zu unterstützen, die in Tokio in Aussicht gestellten Gelder sinnvoll zu verwenden und in wirksame Projekte umzusetzen; so etwa langfristig im Hinblick auf die Drogenproblematik", so Ferrero-Waldner.

In diesem Zusammenhang wies Ferrero-Waldner auf den österreichischen Beitrag zum Wiederaufbau hin, der sich auf Entminung, Drogenkontrolle und Frauenrechte konzentriert und insgesamt 12.3 Mio. Euro beträgt. "Ich habe den Generalsekretär auch informiert, dass das österreichische ISAF-Kontingent am 2. Februar seinen Dienst in Kabul aufnehmen wird", fügte die Außenministerin hinzu.

Die Außenministerin und der Generalsekretär waren sich auch in der Beurteilung einig, dass die Zusammenhänge zwischen Zentralasien und Afghanistan eine Tatsache darstellen, die bei der Ausgestaltung der internationalen Bemühungen um Stabilität in diesem Raum berücksichtigt werden muss.

Ferrero-Waldner kündigte weiters an, dass Generalsekretär Kofi Annan heute Abend die Ausstellung "For a better World - Posters from the United Nations" im Foyer der Raiffeisen Zentralbank eröffnen wird und anschließend an einem von der Außenministerin und vom Land Salzburg gemeinsam gestalteten "Salzburger Abend" teilnehmen wird. "Ich glaube, der Generalsekretär hat seinen Salzburger Anzug schon und ich freue mich, heute Abend ein Stück meines Heimatbundeslandes präsentieren zu können, so Ferrero-Waldner."

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