Prets: Bildungsprogramme von "Bürokratiedickicht" befreien

Kommission soll dringend Katalog zum Bürokratieabbau vorlegen

Wien (SK) "Österreich beteiligt sich erfreulicherweise sehr rege an den Bildungsprogrammen der Europäischen Union", erklärte die burgenländische Europaabgeordnete Christa Prets am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. 468 Projekte seien allein in Schulen und in Einrichtungen der Erwachsenenbildung zwischen 1995 und 2001 realisiert worden. Die Mobilität der Studierenden, welche durch das Programm Erasmus gefördert wird, sei von 1995 auf 2001 um ein Drittel angestiegen. Prets kritisierte jedoch den bürokratischen Hürdenlauf, der zwischen Antrag und Auszahlung der Fördergelder durch die EU liege: "Das ist ein unhaltbarer Zustand." Entsprechend forderte sie die Kommission auf, dieses Dickicht zu lichten und "bis Sommer einen Katalog an zielführenden Maßnahmen zum spürbaren Bürokratie-Abbau im Bildungsbereich vorzulegen". ****

"Wer heute um finanzielle Mittel für ein Bildungsprojekt in Brüssel ansucht, braucht einen sehr langen Atem - einigen geht er in der Warteschleife leider aus. Andere tun sich den Aufwand erst gar nicht an", betonte Prets.

Ansatzpunkte für eine unkompliziertere Abwicklung der administrativen Notwendigkeiten gebe es zahlreiche. So müssten die Antragsformulare vereinfacht und die Abwicklung beschleunigt werden, forderte die burgenländische EU-Parlamentarierin. "Die Fördermittel helfen doppelt, wenn sie auch so rasch wie möglich bei den Projektbetreibern einlangen."

Hinzu komme, dass sich viele Lehrer aufgrund der rigorosen staatlichen Kürzungsmaßnahmen im schulischen Bereich nicht mehr in der Lage sähen, den administrativen Mehraufwand für Bildungsprojekte auf sich zu nehmen, schloss Prets. (Schluss) hm/mp

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