Sofortprogramm gegen Schwarzbeschäftigung!

Bundesvorstand der GBH fordert Aktionsplan gegen Schwarzunternehmertum und Schwarzarbeit

Brunn/Gebirge (GBH/ÖGB). "Die jüngsten Berichte über den Skandal um illegale Beschäftigung bei einem mittelständischen Transportunternehmen zeigen einmal mehr, dass die Behördenstruktur und die gesetzlichen Bestimmungen zur Bekämpfung der organisierten illegalen Beschäftigung keineswegs ausreichen", erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer anlässlich der heutigen Tagung des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz.++++

Gerade in den Bau- und Holzbranchen nehmen Schwarzunternehmertum und Schwarzarbeit deutlich zu. 'Schwarze Schafe' unter den Unternehmern unterbieten mit illegalen Methoden die seriösen Betriebe. Wer seine Auftragsleistung mit illegalen Beschäftigten und mit inakzeptablen Arbeits- und Lohnbedingungen erbringt, hinterzieht nicht nur Steuern und Sozialabgaben, sondern treibt auch legal arbeitende Unternehmen in den Ruin.

Driemer: "Die Auswirkungen auf die ArbeitnehmerInnen in von Schwarzbeschäftigung besonders betroffenen Branchen sind verheerend. Die einen werden in die Arbeitslosigkeit getrieben, weil ihre Betriebe mit dem Sozialdumping nicht mehr mithalten können, die anderen haben nicht nur erschreckende schlechte Lohn- und Arbeitsbedingungen, sondern verlieren auch wichtige sozialrechtliche Ansprüche. Gleichzeitig treibt die permanente Angst, erwischt zu werden, sie noch weiter in die Abhängigkeit ihres Arbeitgebers."

Die Mitglieder des Bundesvorstandes der GBH sind sich einig: "Wir wollen weder die Nachbarschaftshilfe kriminalisieren noch Häuslbauern das Leben schwer machen, aber es geht nicht an, dass die Bundesregierung noch länger untätig zuschaut, wie die organisierte Schwarzarbeit blüht und gedeiht. Wir fordern die Bundesregierung nochmals mit dem gebotenen Nachdruck auf, endlich die Behördenstruktur und die gesetzlichen Bestimmungen so anzupassen, dass Schwarzarbeit in Österreich nicht länger ein Kavaliersdelikt ist."

ÖGB, 29. Jänner 2002
Nr. 078

Rückfragen & Kontakt:

Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sonja Schmid
Tel. 01/401 47-246
E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.atGewerkschaft Bau-Holz

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB