Transpoteure: Behauptungen der Gewerkschaft gehen an der Realität vorbei

Bauer: Krankenkassen prüfen bereits seit Jahren äußerst streng - Fachverband fordert Einführung der EU-Fahrercard

Wien (PWK077) - "Ich fordere die Gewerkschaft HTV auf, die Kirche
im Dorf zu lassen", reagiert der Geschäftsführer des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ, Mag. Rudolf-Christian Bauer, auf die heutige Pressekonferenz des ÖGB. Die Behauptungen der Gewerkschaft gingen an der österreichischen Realität vorbei. Die Gewerkschaft sei offenbar noch von den Fernsehbildern der von Deutschland aus gesteuerten Polizeiaktion beeindruckt.

Tatsächlich liegen die Ursache für diesen bekannt gewordenen Vorfall nicht in Österreich, sondern in Luxemburg. In den Berichten ist von mehreren Hundert illegal Beschäftigten die Rede. "Ich halte es für Österreich ausgeschlossen, dass in einem Betrieb oder auch in einem Konzernbetrieb illegale Beschäftigung in einem derartigen Ausmaß stattfindet. Dafür sind die Kontrollen, die es in Österreich gibt, zu gut", betont Bauer.

Man müsse sich weiters vor Augen führen, dass in Österreich mehr als 80 Prozent der Betriebe im Nahverkehr tätig sein. Für diese gelten völlig andere Voraussetzungen als für den grenzüberschreitenden Fernverkehr. "Diese Betriebe und auch die Mehrheit der Fernverkehrsbetriebe haben kein Verständnis für pauschale Verunglimpfungen einerseits und illegale Praktiken andererseits."

Die ohnedies schlechten Rahmenbedingungen für österreichische Transporteure werden noch weiter verschlechtert. Der Fachverband fordert deshalb die rasche Einführung der EU-Fahrercard, eine Entlastung auf dem steuerlichen Sektor - insbesondere der Kraftfahrzeugsteuer und der Lohnnebenkosten - und eine Gesetzesinitiative bei der Berufsausbildung, um dem quantitativen und qualitativen Fahrermangel entgegentreten zu können.

Die Vorgangsweise der Gewerkschaft biete leider keine wirkliche Hilfestellung. Aufgeregte Rhetorik bringe zwar Schlagzeilen, aber keine Problemlösung. Unternehmer und Lenker, die anständig ihren Job versehen, werden zumindest medial nicht belohnt. "Eine kleine Hoffnung haben wir: Die Politik wird sich hoffentlich dieser Themen annehmen, und zwar rechtzeitig, bevor die Erweiterung der EU stattfindet." (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe
Mag. Rudolf-Christian Bauer
Tel.: (01) 9616363

Wirtschaftskammer Österreich

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