Kopietz zu Strache: Skandalöse Entgleisung und entlarvende Diktion

Wurde auch Kärnten von der "SPÖ-Einbürgerungspraxis" erfasst?

Wien (SPW) Als "skandalöse Entgleisung" bezeichnete der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz am Dienstag die Aussagen des FPÖ-Wien Gemeinderates Heinz-Christian Strache zum Thema Einbürgerungen. "Wer Herrn Strache kennt, könnte darauf schließen, dass er mit ‚Anforderungsprofil für Neo-Österreicher' nicht nur Fristen und ähnliche Formalitäten meint. Und was, Herr Strache, meinen sie, wenn sie von ‚deutscher Staatssprache' reden? Diese Diktion lässt jedenfalls Rückschlüsse auf die dahinter steckende Ideologie zu, eine Ideologie die geprägt ist von Menschenverachtung und millionenfachem Leid", erklärte Kopietz gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. "Mehr als empörend" sei zudem, dass Strache den MitarbeiterInnen der MA 61 unterstelle, bei Einbürgerungen unkorrekt zu handeln. "Die Einbürgerungen erfolgen absolut gesetzeskonform. Wenn die Zahl jener Menschen steigt, die sich um die Österreichische Staatsbürgerschaft bewerben, dann liegt das auch daran, dass viele in Österreich lebende Zuwanderer durch die geplanten Maßnahmen im Rahmen des so genannten ‚Integrationsvertrages' der blauschwarzen Bundesregierung verunsichert sind", erklärte Kopietz. ****

"Herr Strache dürfte im übrigen die österreichweiten Zahlen der Einbürgerungen nicht kennen. Demnach wäre nämlich in Salzburg die Einbürgerungswillkür am größten. Dort ist die Zahl der Einbürgerungen im Jahr 2001 gegenüber 2000 nämlich um 97,3 Prozent gestiegen. Auch Kärnten scheint von der ‚SPÖ-Einbürgerungspraxis' erfasst worden zu sein, dort stiegen die Einbürgerungen um 59,3 Prozent. Ich bin schon gespannt, wie Straches Parteifreund, Landeshauptmann Haider, diese ‚Einbürgerungswillkür' rechtfertigt", so Kopietz abschließend. (Schluss) gd

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