Brauner: "Meldewesen Neu" bringt für WienerInnen viele Vorteile

Meldewesen übersiedelt ab 1. März von der Polizei in ALLE Bezirksämter

Wien, (OTS) "Das An-, Um- und Abmelden wird bald einfacher: Denn am 1. März übernimmt die Stadt Wien das Meldewesen von der Bundespolizei, was für die BürgerInnen den Vorteil hat, dass das An-, Um- oder Abmelden ab diesem Zeitpunkt bei allen Bezirksämtern in ganz Wien - unabhängig von der Wohnadresse - erledigt werden kann", erklärte Wiens Stadträtin Mag. Renate Brauner am Dienstag im Mediengespräch des Bürgermeisters.

"Bei der Stadt Wien wird Service somit auch bei den neuen Aufgaben großgeschrieben", so Stadträtin Renate Brauner, die noch einen weiteren Vorteil vermelden kann: "Mit der Übernahme durch die Stadt Wien liegen die Meldezettel in Zukunft kostenlos in jedem Magistratischen Bezirksamt (MBA), sind im Internet aber auch als Download verfügbar." Im Unterschied zu diesem Gratis-Service der Stadt Wien sind die Meldezettel in Trafiken weiterhin kostenpflichtig.****

Öffnungszeiten der Magistratischen Bezirksämter

"Auch was die Öffnungszeiten der Bezirksämter betrifft, konnten wir nach einer eingehenden Studie über die täglichen Meldebewegungen einen guten Kompromiss erzielen", so Brauner. Für alle Meldeangelegenheiten haben die Bezirksämter folgende Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 8.00 bis 15.30, wobei die MitarbeiterInnen der MBAs den KundInnen am langen Donnerstag bis 17.30 Uhr zur Verfügung stehen. "Sollte es der ein oder die andere zu diesen Zeiten nicht schaffen, so freuen sich die MitarbeiterInnen des Front Office im 15. Bezirk von Montag bis Donnerstag sogar bis 18.00 Uhr und Freitag bis 15.30 Uhr über KundInnen", stellte Brauner fest.

Der Meldezettel hat ausgedient

Eine weitere Neuerung betrifft den Meldezettel, der in seiner bisherigen Form ausgedient hat: Denn die ordnungsgemäße Anmeldung wird mit einem Ausdruck aus dem zentralen Melderegister (ZMR) bestätigt, der bei einem Meldevorgang sofort ausgehändigt wird.

Was als "Meldezettel" bekannt war, erfüllt dann - in neuem A4-Format - lediglich die Funktion eines Antrages für die Meldung, der ohne Bestätigung zurückgegeben wird. Denn als Bestätigung dient eben der Ausdruck aus dem ZMR. In diesem ZMR verfügt jede/r über eine eigene ZMR-Zahl, die im Zentralmelderegister gespeichert ist und stets unverändert bleibt. Dies hat auch den Vorteil, dass befugte Behörden die Meldedaten online abfragen können und die KundInnen den Meldezettel nicht mehr jedes Mal vorweisen müssen.

Zuteilung innerhalb des Magistrats

Innerhalb des Magistrats wird die MA 62 für das Meldewesen zuständig sein, wobei die im KundInnen-Bereich arbeitenden MitarbeiterInnen bei den MBAs tätig sind. Die Übernahme des Meldewesen bedeutet immerhin 450.000 KundInnen-Kontakte pro Jahr. "Für die Stadt Wien ist das 450.000 mal im Jahr die Chance, unsere KundInnen von unserem Angebot und Service überzeugen zu können", sieht die Stadträtin zahlreiche Chancen in der Übernahme.

Um dem Ansturm sowohl personell als auch qualitativ gerecht zu werden, sind ab 1. März in den MBAs und der MA 62 137 MitarbeiterInnen im Bereich des Meldewesens für die Stadt Wien tätig. "Sie alle wurden seit Oktober intensiv geschult, um den hohen Erwartungen der KundInnen auch gerecht zu werden", ist Brauner von deren Qualifikationen überzeugt. "Natürlich kann es zu Beginn das ein oder andere Mal länger dauern. Ich kann aber allen BürgerInnen versichern, dass sich unsere MitarbeiterInnen bemühen werden, keine Wartezeiten aufkommen zu lassen bzw. diese möglichst kurz zu halten", so Brauner.

Bund schaffte aufgrund fehlerhafter Software und Daten die Übergabe per 1.1.2002 nicht

Dass das Meldewesen nicht wie ursprünglich mit dem Bundesministerium für Inneres vereinbart am 1.1.2002 zur Stadt Wien gewandert ist, liegt an den fehlerhaften ZMR-Daten des Bundes und Fehlern in der Software, stellte Brauner fest: "Die Stadt Wien wäre bereits gerüstet gewesen, das Meldewesen mit Anfang des Jahres zu übernehmen. Da im ZMR aber zu viele fehlerhafte Daten von Seiten des Bundes vorhanden waren, konnten wir einer Übernahme mit 1.1.2002 nicht zustimmen und einigten uns schließlich auf eine Qualitätssicherungsphase bis 1. März. Somit ist im Sinne der BürgerInnen sichergestellt, dass wir das Meldewesen auch ohne größere Nachjustierungen in den Regelbetrieb des Magistrats überführen können". Besonderes Lob sprach Brauner in diesem Zusammenhang der MA 62 aus, die bis zur Datenübernahme im Rahmen der Volkszählung 750.000 Meldedatensätze in etwa ein Drittel händisch abgeglichen hat.

Die Stadt Wien informiert alle BürgerInnen umfassend

Zentrale Aufgabe werde es nun sein, die BürgerInnen unserer Stadt über die Neuerungen zu informieren, so Brauner: "Da der Bund leider keine derartige Info-Kampagne vorsieht, springt die Stadt Wien ein. Denn wir sind bemüht, den BürgerInnen unnötige Wege zu ersparen."

Die Informationsoffensive wird folgende Maßnahmen umfassen:

o wien.at Internet - alle Infos unter www.wien.at/
o wien.at print - eine 8-Seiten-Themen-Beilage zu wien.at print (Erscheinungstermin: 6.2.) per Post an alle Wiener Haushalte
mit Kurzfassungen in englisch, türkisch und serbisch/kroatisch
o Kleinplakate für alle Magistratischen Bezirksämter mit Öffnungszeiten und genauem "Standort" des Meldeservices im jeweiligen Bezirksamt
o Kleinplakate mit Hinweis auf das "übersiedelte Meldewesen" und den Adressen aller Magistratischen Bezirksämter für die Wiener Wachzimmer und Kommissariate
o Flugblätter - alle wesentlichen Infos auf einen Blick in deutsch, englisch, türkisch und serbisch/kroatisch
o Infohotline unter 277 55 0 - (Mo-So von 9 bis 19 Uhr)

Weitere Informationen:

o Magistratische Bezirksämter: www.wien.at/mba/mba.htm

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