Wiener Grüne fordern mehr soziale Gerechtigkeit

Wien, (OTS) Eine "soziale Achterbahn nach unten" sieht die Grüne Gemeinderätin Susanne Jerusalem vor allem für Arme, Obdachlose und Jugendliche ohne festes Zuhause. In einem Pressegespräch am Dienstag forderte sie mehr soziale Gerechtigkeit. Konkret will Jerusalem den Nulltarif auf den Wiener Linien für Obdachlose, Bezieher von Mindestpensionen oder Dauersozialhilfe. Halbpreiskarten sollte es für Personen geben, deren Einkommen bis zu 50 Prozent über dieser Grenze liegt. Diese Regelung sollte auch auf andere städtische Tarife angewendet werden und allen Menschen zugute kommen, die sich in ähnlicher finanzieller Lage befinden. In diesem Zusammenhang urgierte sie die Ergebnisse einer diesbezüglichen Arbeitsgruppe, die bereits 1999 von der damaligen Stadträtin Ederer eingerichtet wurde und erinnerte an eine versprochene Studie zur Treffsicherheit von Wiener Sozialleistungen.

Schätzungen zufolge sei mindestens ein Drittel der Obdachlosen psychisch krank. Es müsste daher, so Jerusalem, eine aufsuchende Betreuung dieser Obdachlosen stattfinden. Die Grünen fordern einen "Runden Tisch", um den Betreuungsbedarf festzustellen und ein Betreuungsmodell zu erarbeiten. Für Jugendliche, die nicht nach Hause können oder wollen, müsste es in Wien eine Jugendnotschlafstelle geben. Diese Einrichtung sollte "niederschwellig" betrieben werden, da sie sonst von den Jugendlichen nicht angenommen werde.

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