GPA startet Projekt zur Zukunft der Kollektivvertragspolitik

Diskussionsplattform "kv-net” soll Mitglieder einbinden -verbindliche Leitlinien als Ziel

Wien (GPA/ÖGB). Mit dem Projekt "kv-net” startet die GPA eine Initiative zur Erarbeitung einer innovativen, zukunftsgerichteten Kollektivvertragspolitik.++++

"Von nicht unrelevanten Teilen der Gesellschaft wird das Regelinstrument Kollektivvertrag immer stärker in Frage gestellt. Ziel der neoliberalen Politik ist die Schwächung der gewerkschaftlichen Interessenvertretung insgesamt. Das Ergebnis der ÖGB-Urabstimmung vom vergangenen Herbst stellt aber eine eindrucksvolle Bestätigung dafür, dass für die große Mehrheit unserer Mitglieder das Instrument Kollektivvertrag auch weiterhin von zentraler Bedeutung ist und sie Einkommen und Arbeitszeit in Kollektivverträgen geregelt haben wollen", betont der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, anlässlich der Präsentation des Projekts der GPA "kv-net".

"Uns ist natürlich klar, dass unter geänderten Rahmenbedingungen neue Themenfelder und Ziele für die KV-Politik zu entwickeln sind. Zur Formulierung der Lösungsvorschläge und neuen Zielsetzungen bedarf es eines Diskussionsnetzwerks zwischen Mitgliedern, Betriebsrätinnen und Betriebsräten, gewerkschaftskritischen Kreisen, der Wissenschaft und den Gremien, welche die KV-Politik umsetzen", betont der Karl Proyer, Leiter des Geschäftsbereiches Interessenvertretung in der GPA.

"Genau diesem Anspruch soll das Projekt kv-net der GPA gerecht werden. Auf verschiedenen Diskussionsebenen soll ein dichtes Netzwerk geflochten werden, in dem Meinungen, Vorschläge und Lösungsansätze diskutiert und ausgetauscht werden. Es soll ein gemeinsames Suchen nach Antworten und Zielen für eine innovative und zukunftsgerichtete Kollektivvertragspolitik der GPA sein. Dem Projekttitel entsprechend wird das Internet als Diskussionsplattform eine zentrale Rolle spielen. Es wird aber auch "klassische” Elemente der Beteiligung in Form von Arbeitskreisen und Diskussionszirkeln geben. Ziel des breiten Diskurses ist die gemeinsame Erarbeitung von verbindlichen Leitlinien für die zukünftige KV-Politik der GPA", gibt Proyer die Ziele vor.

Unser Projekt sei die Chance, dass sich die GPA als Gewerkschaft in ihrer neuen Organisationsform zu einer Diskursorganisation weiterentwickelt, die ihre Politik noch stärker als bisher an den Bedürfnissen der Angestellten ausrichtet.

Nähere Informationen unter: www.kv-net.at.

ÖGB, 29. Jänner 2002
Nr. 074

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